Prozess von Detmold
Auschwitz-Prozess: Verteidigung legt Revision ein

Detmold. Nach der Verurteilung des früheren Auschwitz-Wachmanns Reinhold Hanning zu fünf Jahren Haft muss der Bundesgerichtshof voraussichtlich das Urteil prüfen. Einige Nebenklägervertreter haben Revision eingelegt, wie sie am Donnerstag mitteilten. Auch Hannings Verteidiger Andreas Scharmer kündigte an, vor Fristablauf am Freitag Revision zu beantragen. "Wir können es nicht zulassen, dass ein 94-Jähriger in Haft geht", sagte er. Hannings zweiter Verteidiger, Johannes Salmen, hat einem WDR-Bericht zufolge bereits Rechtsmittel eingelegt. Ob sie die Revision tatsächlich aufrecht erhalten, wollen Verteidigung und Nebenkläger von der schriftlichen Urteilsbegründung abhängig machen, die voraussichtlich erst in mehreren Wochen vorliegen wird. So lange das Urteil nicht rechtskräftig ist, bleibt Hanning frei.

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