Prozess wegen Körperverletzung
Rocker in Sex-Falle gelockt

Hamburg. Sie sollen einen Mongols-Rocker (26) in eine Sex-Falle gelockt und lebensgefährlich verletzt haben - nun forderte die Staatsanwaltschaft in Hamburg lange Haftstrafen in dem Fall.

Die beiden Hauptangeklagten im Alter von 24 und 25 Jahren sollen für je sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Für einen mitangeklagten 21-Jährigen beantragte der Staatsanwalt am Dienstag vier Jahre und neun Monate Haft. Zwei weitere mutmaßliche Mittäter sollen vier beziehungsweise drei Jahre Freiheitsstrafe bekommen. Eine 21 Jahre alte Frau soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren erhalten.

Eine der beiden beteiligten Frauen, die zumindest zeitweise als Prostituierte arbeiteten, habe vorgeschlagen: "Soll ich den mal anbaggern?" Der 26-Jährige habe nicht abgeneigt reagiert. Man habe den Mongol in der Nacht zum 2. Januar abgeholt und sei zur Gartenlaube gefahren. Vier Maskierte seien laut Anklage hereingestürmt und hätten den Mann mit einer Pistole bedroht und so stark ins Gesicht geschlagen, dass seine Nase zertrümmert wurde. Mit Schlagringen und mindestens einem Messer hätten sie ihr Opfer verletzt. In der Nähe eines Krankenhauses hätten sie den Mann zurückgelassen. Hintergrund der Tat waren angeblich Rivalitäten zwischen den verfeindeten Rockergruppen der Hells Angels und Mongols.
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