Querschüsse haben Ziel verfehlt
Briefe an die Redaktion

Die Aussagen von Gottfried Beer zum Beitritt Bärnaus zum Förderverein im Artikel "Weltkulturerbe absolut vermessen" will Karl Berr so nicht stehen lassen.

"Er hätte halt im vergangenen Jahr hingehen müssen, ins Waldsassener Katholischen Jugendheim, um sich über das Weltkulturerbe-Vorhaben 'Klosterlandschaft Waldsassen - Stiftland' zu informieren, als Dr. Thomas Gunzelmann vom Landesamt für Denkmalspflege, Memmelsdorf, ausführlich darüber referierte. Dann hätte der Bärnauer SPD-Stadtrat Gottfried Beer über die bis heute wirksamen Zusammenhänge des Stiftlandes mit dem Stifts-Kloster und die Ursachen zur Gründung dieses Fördervereins, dessen Gründungsmitglied auch ich bin, aus kundigem Munde Interessantes erfahren können. Vielleicht hätte der ehemalige zweite Bürgermeister sich dann der Bemerkung in der Bärnauer Stadtratssitzung enthalten, das Hauptanliegen des Vereins sei, Windräder in der Region zu verhindern.

Dass mit diesen Einlassungen unsere wertvolle Kulturlandschaft und unsere stiftländische Geschichte als Grundlage für ein erstrebenswertes Weltkulturerbe mit einem Ja zu landschaftszerstörenden Stromerzeugern wie Windkraftanlagen konfrontiert wird, zeugt von der schiefen Wertvorstellung dieses Herrn Stadtrats, die er noch mit der Bemerkung unterstreicht, dass es 'absolut vermessen" sei, die Klosterlandschaft zum Weltkulturerbe zu erhöhen.

Dagegen steht als wirklich 'absolut vermessen' das schmerzende Bild einer 200-Meter-Windkraftanlage, die fünfmal höher als die Bäume ist (siehe Leserbrief vom 15. Mai in 'Der neue Tag' hinsichtlich Hessenreuther Wald). Die unqualifizierten Querschüsse von Gottfried Beer haben vernünftigerweise durch die Stadtratsmehrheit ihr Ziel verfehlt. Bärnau wird also wie z. B. auch Tirschenreuth diesem gemeinnützigen Weltkulturerbe-Verein beitreten. - Bereits jetzt schon ein Sieg für den Landschaftsschutz und den sanften Tourismus in unserem schönen Stiftland. Diese einmalige Chance sollten bald die weiteren Stiftland-Kommunen durch ihren Beitritt nutzen und dabei Geschlossenheit demonstrieren."

Karl Anton BerrTirschenreuth

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.