Quote ohne Kuhhandel

Es war nicht einmal ein Federstrich, der der Milchquote den Garaus gemacht hat. Die Verantwortlichen haben sie einfach nicht verlängert. Jetzt lassen sie die Landwirte allein. Dabei ist doch absehbar, dass es besonders kleine Betriebe treffen wird.

Viele Fragen bleiben offen: Was wird mit den Höfen? Was wird mit den Flächen? Was ist mit den Betrieben, die jetzt noch investieren wollen? Vielleicht schaffen es einige große Betriebe, der Landwirtschaft und damit der Kulturlandschaft in der Oberpfalz weiterhin ein Gesicht zu geben.

Was nun niemand braucht: Wolkige Reden von Abgeordneten, die letztlich mal so oder mal so abgestimmt haben. Und die ziemlich billige Ausrede, der Verbraucher habe so entschieden. Nicht bedacht wurde wohl, welche Auswirkungen die Nicht-Verlängerung für eine ganze Region bedeuten kann.

Ohne einer aufwendigen und bürokratischen Regelung das Wort reden zu wollen: Es gibt überhaupt keinen Auffangplan. Die Landwirte brauchen eine konkrete Zukunftsorientierung. Sie brauchen keinen billigen Kuhhandel. Sonst nehmen sie ihre Zukunft künftig ohne Landwirtschaft in die Hand. Das ändert die Oberpfalz radikal.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kommentare (5736)Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.