Reaktion

Silvius Wodarz

fordert Baumkataster

Waldershof. Das Fällen von mehreren Bäumen in der Ringstraße in Waldershof (wir berichteten) veranlasste Dr. Silvius Wodarz zu einem offenen Brief an den Stadtrat von Waldershof. Der Präsident der Stiftung "Baum des Jahres" schreibt: "Bäume in Waldershof scheinen - wenigstens für eine kurze Zeit - ein Diskussionsthema zu sein. Bäume haben es aber verdient, nachhaltig Beachtung zu finden. Die Mehrheit des Stadtrats hat vor einiger Zeit beschlossen, dem Ansinnen von drei Bürgern stattzugeben, drei Linden, die auf öffentlichem Grund stehen, aber deren Laub und Schatten die Anlieger stören, fällen zu lassen."

Es sei sehr bedauerlich, dass mit Bäumen in Waldershof so umgegangen werden dürfe. Wodarz: "Wäre da nicht mehr Sensibilität angebracht? Wem gehören diese Bäume und Bäume überhaupt? Antwort: Bäume sind Allgemeingut, alle Bürger (und Tiere) profitieren von ihnen." Freilich könne es sein, dass Bäume sich ungünstig entwickeln, dass sie krank werden oder eine Gefährdung von ihnen ausgeht. "Das sollten dann aber Fachleute feststellen und nicht die wenigen subjektiv urteilenden Anlieger", betont Silvius Wodarz. Aus Sorge um den Baumbestand in Waldershof schlägt er den Stadträten vor: "Bestimmen Sie einen Referenten für Umwelt- und Naturschutz. Geben Sie den Auftrag für ein Baumkataster und diskutieren Sie den Erlass einer Baumschutzsatzung."

Noch eines stört Silvius Wodarz: "Die Angewohnheit einiger Anwohner im Kirchsteig, Autos auf den Wurzeln noch junger Bäume abzustellen." Der Präsident der Stiftung "Baum des Jahres" erklärt dazu: "Der Boden wird verdichtet, die Wurzeln werden geschädigt, die Bäume leiden. Das ist Baumfrevel pur. Den Besitzern der Autos geht es lediglich darum, die Wagen im Schatten abzustellen. Es gibt keinen Grund, das zu gestatten."

Silvius Wodarz nutzt den Brief, um auch zur Gestaltung des Kreisverkehrs ein paar Anmerkungen zu machen. "Eine Beteiligung der Bürger - in diesem Fall mit der Frage nach der Gestaltung der Anlage - ist sehr zu begrüßen. Aber was Sie daraus gemacht haben, ist in meinen Augen kein Schmuckstück. Sie waren sich nicht einig und haben die Gestaltung der Straßenbauverwaltung überlassen. Das hätten Sie natürlich auch gleich machen können. Als Bürger würde ich aber erwarten, dass, wenn ich schon beteiligt werde, sich die Verantwortlichen entscheiden und nicht den Schwarzen Peter an die Verwaltung weitergeben. Dieser Erdhaufen ist in meinen Augen ein Schandfleck in der Landschaft, der vielleicht noch mit Steinen pflegefreundlich belegt wird."
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