Regionalzug entgleist nach Erdrutsch
Schwere Unwetter

Koblenz/Euskirchen. Schwere Unwetter haben am Freitagabend in Teilen Deutschlands Schäden angerichtet. Ein Regionalzug entgleiste nach einem Erdrutsch an der Mosel. Es sei niemand verletzt worden, sagten Sprecher der Polizei Koblenz und des Lagezentrums im Mainzer Innenministerium. Nach Angaben der Deutschen Bahn konnte der Lokführer des Regionalexpresses am Freitag auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport und Moselkern nicht mehr rechtzeitig bremsen. Daraufhin sei der Steuerwagen aus dem Gleis gesprungen. Die Bahnstrecke Trier-Koblenz wurde laut Deutscher Bahn zwischen Treis-Karden und Kobern-Gondorf in beide Richtungen gesperrt.

Auf einigen Straßen lagen bis zu 30 Zentimeter hoch Hagelkörner. Auf der Autobahn 61 bei Koblenz regnete und hagelte es nach Angaben der Autobahnpolizei so stark, dass Autos auf dem Standstreifen anhalten mussten. Unwetter zogen auch über die Nordeifel und ließen Bäume umstürzen. Die Polizei meldete vollgelaufene Keller in Mechernich und Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalens. Die Leitstelle der Feuerwehr des Kreises Euskirchen meldete einen Leichtverletzten. Auch Hessen war betroffen: Hunderte Notrufe seien eingegangen, sagte ein Sprecher der Polizei in Wiesbaden. Das Unwetter wütete auch im Rheingau-Taunus-Kreis und im Main-Taunus-Kreis. Neben vollgelaufenen Kellern sorgten umgestürzte Bäume für Einsätze. Schlechte Aussichten: Blitz, Donner, starker Regen, Hagel und Sturmböen seien auch am Wochenende in vielen Regionen Deutschlands möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst am Freitag mit.
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