Restaurantführer „Gault & Millau“
Bayern hat die meisten Spitzenköche

Thomas Kellermann vom "Kastell" in Wernberg-Köblitz. Bild: Götz

München. (dpa/üd) Bayern hat aus Sicht der Restaurantkritiker des "Gault & Millau" nach wie vor die meisten Spitzenköche. Von den 36 herausragenden Köchen, die 18 bis 19,5 Punkte im an diesem Dienstag erscheinenden Restaurantführer bekommen, stehen 7 im Freistaat am Herd - mehr als in jedem anderen Bundesland. Auf den weiteren Plätzen folgen Rheinland-Pfalz (6 Köche der Spitzengruppe) und Berlin (5).

Auf Platz eins der besten Köche Bayerns ist und bleibt Christian Jürgens vom Restaurant "Überfahrt" in Rottach-Egern am Tegernsee. Die Restaurantkritiker sehen ihn "mit seinen bei aller Geschmackstiefe auch sehr bildhaft, als Fest der Ästhetik dargebotenen Gerichten" seit 2010 souverän vorne. "Nirgendwo bekamen wir das Thema Gänseleber ähnlich einfallsreich serviert wie hier", lobten die Kritiker. Neben Jürgens bekamen deutschlandweit vier Küchenchefs 19,5 Punkte.

In die deutsche Spitzengruppe ab 18 Punkten stieg auch Koch Jan Hartwig vom "Atelier" in München auf. Den Koch Felix Schneider vom "Sosein" in Heroldsberg bei Nürnberg erklärten die Restaurantkritiker mit 17 Punkten zur "Entdeckung des Jahres". Einen weiteren Dämpfer musste dagegen die Residenz Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau hinnehmen, die im "Gault & Millau" für 2017 nur noch 17 Punkte bekommt. Es ist der zweite Abstieg in Folge. Die Tester beschreiben und bewerten für 2017 insgesamt 151 Restaurants in Bayern.

Die Oberpfalz hat im neuen Gourmetführer ihren Platz verteidigt: Weiterhin 17 Punkte erhielten der "Eisvogel" in Neunburg vorm Wald (Kreis Schwandorf), das "Storstad" in Regensburg und das "Kastell" in Wernberg-Köblitz (Kreis Schwandorf). Alle drei Spitzen-Restaurants haben damit ihre Punktezahl aus dem Vorjahr gehalten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.