Richtig organisiert können die späten Jahre zum schönsten Lebensabschnitt werden
Auch im Alter das Leben genießen

Der demografische Wandel stellt eine große gesellschaftliche Herausforderung dar: Nicht nur die Senioren selbst, sondern auch ihre Angehörigen sind oftmals besonderen Belastungen ausgesetzt.

Das Älterwerden bringt aber keinesfalls nur Nachteile mit sich, viele der "neuen" Senioren sind gerne alt und genießen den Herbst ihres Lebens. In unserem Special geht es um Themen rund ums Wohnen und Leben im Alter.

Alles unter einem Dach

Vieles spricht dafür, den Lebensabend in einer Seniorenwohnanlage zu verbringen: Kurze Wege etwa sind für viele ältere Menschen eine enorme Entlastung im Alltag. "In Seniorenwohnanlagen sind viele Angebote wie Fußpflege, Friseur oder eine Bankfiliale oft zumindest zeitweise vor Ort präsent", betont Katja Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Andere Dienstleistungen und Services für den täglichen Komfort seien häufig zu Fuß oder in wenigen Fahrminuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wichtigstes Argument für die Wohnanlage: Es ist immer jemand da, der im Zweifel Hilfe leisten kann.

Sicherheit: Im Alter wird auch das Thema Sicherheit immer wichtiger. Viele Senioren möchten zu Hause wohnen bleiben und sich dort weiterhin geborgen fühlen. Bei den sogenannten Haustürtricks haben Ganoven allerdings vor allem ältere Menschen im Visier. Die Gauner geben sich als Hilfesuchende aus, als Polizisten in Zivil oder als Handwerker. Man sollte sich daher zunächst vergewissern, wer vor der Tür steht - und unbekannten oder verdächtigen Personen die Tür gar nicht erst öffnen.

Zu empfehlen sind hier mitunter Funk-Videotürsprechanlagen, die Livebilder von draußen nach drinnen übertragen. Aus sicherer Distanz kann man dann in Ruhe entscheiden, ob man die Tür öffnen will oder nicht.

Hausnotruf

Wenn Eltern auch im Alter noch alleine leben, machen sich die Kinder oftmals Sorgen: Was, wenn der Vater stürzt oder der Kreislauf der Mutter plötzlich zusammenbricht? Moderne Notrufsysteme können dann helfen - Informationen dazu gibt es beispielsweise unter www.initiative-hausnotruf.de.

Bei einem sogenannten Hausnotruf verbindet sich der armbanduhrähnliche Sender auf Knopfdruck über die Basisstation mit der Zentrale. Dort sind ständig Mitarbeiter mit genauen Informationen zu jedem Kunden erreichbar. Wenn es bei ihnen klingelt und niemand antwortet, wird sofort ein Bereitschaftsdienst losgeschickt.

Handys für Senioren

Das Smartphone als Alleskönner - auf seine vielen nützlichen Dienste möchten heute auch Senioren nicht verzichten. Das Problem: Wenn irgendwann die Sehkraft, das Gehör oder die Motorik nachlassen, können "normale" Geräte zur Herausforderung werden. Daher gibt es Handys speziell für Senioren. Sie sollten zum Beispiel echte Druck-Tasten haben beziehungsweise ein großes Touchdisplay, um Schrift, Bilder und große, verständliche Icons klar und scharf anzuzeigen. (djd)
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.