Rohstoffpreise bestimmen, ab wann sich eine Erschließung für die Verwerter lohnt
Abfall als Quelle für Wertstoffe

Zu Hause, im Büro , bei der Produktion und beim Bau - überall kann Abfall entstehen. Sind Abfälle nicht zu vermeiden, müssen sie entsorgt - also verwertet oder beseitigt - werden.

Abfall wird mehr und mehr als Wertstoff - und nicht als Restmüll - verstanden. Letztlich bestimmen die Rohstoffpreise, wann es sich lohnt, Wertstoffe auch geringerer Menge aus Abfällen zu erschließen (zum Beispiel Spurenmetalle oder Seltene Erden aus Elektronik-Altgeräten) oder diesbezüglich Forschung zu betreiben.

Um Wertstoffe aus den Haushaltsabfällen optimal nach Qualität und Quantität erfassen zu können, sollten diese haushaltsnah über nutzerfreundliche Systeme getrennt gesammelt werden.

Siedlungsabfälle aus Haushalt und Gewerbe sind von Produktionsabfällen der Wirtschaft zu unterscheiden. Abfälle aus Haushalten müssen grundsätzlich (§ 17 KrWG) den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern (örE) überlassen werden. Sie sind auch für Wertstoffe zuständig, wenn überwiegend öffentliche Interessen einer gewerblichen Sammlung entgegenstehen.

Die Wirtschaft (Gewerbe und Industrie) muss den örE bzw. Kommunen nur Abfälle überlassen, die zu beseitigen sind. Abfälle, die sich zur Verwertung eignen, können sie über Entsorgungsbetriebe auf den Verwertungsweg bringen.

Bei gefährlichen Abfällen müssen die Betriebe dabei die Nachweisverordnung in Verbindung mit der Abfallverzeichnisverordnung beachten: Gefährliche Abfälle müssen unter behördlicher Aufsicht entsorgt werden, in Bayern ist dafür die Zentrale Stelle Abfallüberwachung (ZSA) am Bayerischen Landesamt für Umwelt zuständig.

Eignen sich gefährliche Abfälle nur noch zur Beseitigung, müssen sie in Bayern der gsb Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH 10 überlassen werden.
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