Rottweiler greift Mädchen an
Gericht verurteilt Halterin zu Bewährungsstrafe

Duisburg. Eine Hundehalterin ist nach einem lebensgefährlichen Rottweiler-Angriff auf ein zweijähriges Mädchen zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Eine Freundin, die den Hund ohne Leine ausgeführt hatte, erhielt am Montag eine Bewährungsstrafe von zwölf Monaten.

Der Rottweiler hatte das Kind am 6. Juli 2015 angefallen und ihm fast die gesamte Kopfhaut abgerissen. Seitdem ist das Mädchen dauerhaft entstellt, die Haare werden nie wieder nachwachsen. "Wir haben keinen Spaß mehr am Leben", sagte der Vater nach dem Prozess vor dem Duisburger Amtsgericht. Richterin Marianne Ohlerich ließ bei der Urteilsbegründung keinen Zweifel daran, wie sehr sie mit dem kleinen Mädchen fühlt. "Es musste schreckliche Qualen erleiden", sagte sie. Viele weitere Operationen würden noch folgen.

Entsprechend hart fielen ihre Worte an die beiden Angeklagten aus. "Wie kann man nur so gedankenlos und gleichgültig sein?", fragte sie die beiden Frauen vor ihr auf der Anklagebank. "Es ist nicht nachvollziehbar, wie man einen derartigen Hund von der Leine lassen kann." Schließlich hätten gerade Rottweiler immer wieder auch Kinder angegriffen.
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