Ruftasten statt Straßensperrung
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Testlauf für Fußgängerzone" in der NT-Ausgabe vom 20. Januar 2015 meldet sich ein Leser zu Wort, der sich ganz vehement gegen eine Sperrung von Sedan- und Dr.-Pfleger-Straße ausspricht. Er schlägt stattdessen längere Grünphasen für Fußgänger und Ruftasten vor.

Ich bin gebürtiger Weidener, Autofahrer und Fußgänger. Eine Sperrung der Sedan-/Pfleger-Straße halte ich für realitätsfern. Berlin und Mödlareuth freuten sich über den Mauerfall, die Weidener Verwaltung will die "Mauer" für den Verkehr in Weiden errichten!

Sind das nicht Leute, die im Neuen Rathaus arbeiten und die Situation kennen müssten? Man kann doch nicht sinnvoll darüber nachdenken, so wichtige Teile wie Schulen, Behörden, Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB), Hotel etc. von der Stadt abzutrennen.

Die Situation in der Ringstraße funktioniert auch nur deshalb, weil es keinen "Hertie" mehr gibt und die weiterführenden Straßen eher Sackgassen gleichen (siehe auch die katastrophale Parkplatzabfahrt aus Weiden-Mitte) und weil wir eben die durchgängige Verbindung von der Autobahn (Ausfahrt West) bis zur Tangente über die Sedan-/Pfleger-Straße haben!

Weiden braucht auch vernünftige Ost-West-Verbindungen, 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Für die Fußgänger gab es ja schon ein paar gute Verbesserungsvorschläge und das ist auch meine Meinung: ein bisschen öfter "Grün" oder wie am Schlörplatz "Ruftasten". Das führt manchmal auch zu ein bisschen Stockungen des Verkehrs, aber das sollte zu verkraften sein. Deshalb kann dieselbe Menge an Fahrzeugen durchgeschleust werden. Auch ohne Tempo 30 gibt es am Schlörplatz keine Aggression oder Angriffe der Autofahrer auf die Fußgänger.

An Werktagen zu Öffnungszeiten der Geschäfte und Läden ist die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Sedan-/Pfleger-Straße sicher unter 30 Stundenkilometer, bedingt durch mehrere ampelgesteuerte Überwege und sogar an den künstlichen Engstellen (auf Höhe von K&L) lassen nach meiner Beobachtung die meisten Autofahrer den Fußgängern den Vortritt.

Also ganz billig: Ampeln umstellen oder Ruftasten für Grün und die Straße bleibt offen.

Nach der Eröffnung des neuen Centers können wir ja nochmal nachdenken. Wenn die Stadt Geld übrig hat, wäre eine ebener Weg für Rollstuhlfahrer, Rollatorbenutzer, Kinderwagen etc. durch die ganze Fußgängerzone viel wichtiger und dringender.

Max HohlrütherWeiden

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