Schere im Kopf bei Begriffen aus der Nazi-Zeit

Zur Diskussion um den Paragrafen 211 im Strafgesetzbuch (Mord):

Im Paragrafen 211 des Strafgesetzbuches wird im Absatz 2 eindeutig beschrieben, wer ein Mörder ist. Sind Ausdrücke wie Habgier, Heimtücke usw. nicht mehr zeitgemäß? Da frage ich mich schon, wenn man nun solche Bedenken wegen der Nazi-Zeit hat, warum darf sich dann der Bund Deutscher Milchviehhalter BdM nennen? So hieß doch zu jener Zeit der "Bund deutscher Mädchen". Wie ist das mit dem Kindergeld, das die Nazis 1936 eingeführt haben? Darf es überhaupt Kindergeld heißen oder müsste man es nicht komplett abschaffen oder zumindest umbenennen?

Dies wäre mit Sicherheit ein Spielfeld für intellektuelle Kreise und da könnte man sicherlich auch wissenschaftliche Studien darüber anfertigen, ob diese Begriffe aus der Nazizeit wie Autobahn, Kindergeld, BdM usw. beim ständigen Gebrauch nicht doch, oder vielleicht, oder unter Umständen, gegebenenfalls, vielleicht doch negative Auswirkungen haben oder nicht. Denn in unserer Zeit, die geprägt ist von der ständigen Angst, etwas klar auszusprechen, um ja keine negativen Einflüsse entstehen zu lassen, in der deshalb alles nur schöngeredet wird und alle möglichen Hintergründe beleuchtet und berücksichtigt werden müssen, sollte man zumindest eine wissenschaftliche Studie anfertigen oder Arbeitskreise und/oder Untersuchungsausschüsse gründen. Als Vorbild dafür kann man sich des Falles Edathy bedienen, der ein besonders leuchtendes Beispiel ist.

Wolfgang Rohrer 92703 Krummennaab
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