Scherzenmühle beteiligt sich am Mühlentag - Viel Programm am Montag, 25. Mai
Blick in die Vergangenheit

Weidenberg. (op) Seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt es den Deutschen Mühlentag, der stets am Pfingstmontag stattfindet, heuer also am 25. Mai. An diesem Aktionstag sind über 500 Mühlen in Deutschland geöffnet.

Mit dabei ist das Freilandmuseum Scherzenmühle in der Weidenberger Au. Von 11 bis 17 Uhr wird zu interessanten Schaumahlvorführungen eingeladen. Außerdem wird gezeigt, wie in alter Zeit ausgebuttert, wie Wolle gesponnen und wie geklöppelt wurde. Mit von der Partie sind auch die Volkstänzer des Fichtelgebirgsvereins (FGV), der Träger des Freilandmuseums ist.

Vor rund 180 Jahren entstand das heutige Erscheinungsbild der Mühle. Seinen Ursprung hat das denkmalgeschützte Gemäuer an der Steinach aber bereits im 16. Jahrhundert. Hinter der Sandsteinfassade öffnen sich dem Besucher die Wohnräume der früheren Müllersfamilie Rabenstein. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der große Mahlraum mit zwei großen Mahlsteinen, die von zwei neuen oberschlächtigen Wasserrädern angetrieben werden. Von diesen altdeutsche Getreidemühlen, die noch funktionstüchtig sind, gibt es in Süddeutschland nur noch zwei. Die Weidenberger Scherzenmühle ist eine davon.

An die Mühle angegliedert sind Stall und Remise. 1986 erwarb der Fichtelgebirgsverein das baufällige Gemäuer mit dem Ziel, dieses technische und bäuerliche Kulturdenkmal der Nachwelt zu erhalten. 1991 wurde die rekonstruierte Mühle als Museum in Betrieb genommen.

Außer den Aktionstagen ist die Mühle bis Oktober jeden Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Sonderführungen können unter der Rufnummer (09278) 1301 vereinbart werden.
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