Schlüssel finden

Pauline, Moritz, Fritz und Luise gucken sich verwundert um. Das ist aber ein merkwürdiger Raum, in den sie sich verirrt haben. Sieht ein bisschen aus wie Opas Wohnzimmer.

An der Wand hängt eine alte Uhr, im Wandschrank steht Geschirr - und ein uralter Fernseher. "Der geht leider nicht mehr", erklärt Nicolas Niggemeyer. "Aber wir sind ja auch nicht zum Fernsehen hier, sondern um ein Rätsel zu lösen!"



Die Rätsel hat Nicolas in diesem Raum versteckt, zusammen mit seinem Bruder Falk. Viele Leute haben das Haus schon besucht. Wer die Rätsel löst, findet den Schlüssel für den Ausgang. Das Spiel heißt "Escape" (gesprochen: eskäip).

Das ist englisch und bedeutet so viel wie entkommen. Diese Art des Rätselratens ist gerade in vielen Städten total beliebt, so wie in Leipzig in Sachsen. "Um unsere Rätsel zu knacken, braucht ihr keine technischen Geräte", erklärt Nicolas den Kindern. "Ihr braucht kein Telefon und kein Internet. Stattdessen hilft es, ein bisschen quer zu denken. Und ein bisschen Mathe solltet ihr auch können."

Für die Kinder ist das kein Problem. Nicolas schließt sie im Zimmer ein. Und schon machen sich Pauline, Moritz, Fritz und Luise auf die Suche. Zuerst müssen sie ein paar Puzzle-Teile finden. Das hat Nicolas noch verraten. Richtig zusammengesetzt führen diese zu einem weiteren Rätsel.

Unter dem Sofa, in der Holzpuppe und hinter den Schallplatten ist nichts. Schade, hier hat Moritz etwas vermutet. Was bedeuten wohl die Buchstaben unter dem Tisch? Und die Zahlen auf den Postkarten in der Ecke? Vermutlich finden sich mehr Rätsel als nötig.

Es dauert zehn Minuten, bis alle sieben Puzzle-Teile gefunden sind. Der Rekord, das Spiel zu gewinnen, liegt bei einer halben Stunde. "Das war voll anstrengend", sagt Luise. Doch jetzt geht das Rätsel in dem merkwürdigen Zimmer erst richtig los. Auf dem Puzzle ist ein Zahlenrätsel zu sehen. Pauline schnappt sich Zettel und Stift. Fix löst sie die Gleichung. Vier Zahlen kommen heraus. Nur wohin damit? An zwei Schränken gibt es Fächer mit Schlössern. Darin wartet das nächste Rätsel.

Fritz guckt sich die Aufgabe genau an. Dann schaut er fragend in die Runde. Luise zuckt mit den Schultern, Moritz kratzt sich am Kopf. Langsam wird die Zeit knapp. Fritz nimmt das Funkgerät, das auf dem Tisch liegt. "Wir brauchen einen Tipp", ruft er.

Tipp hilft weiter

Nicolas und sein Bruder Falk haben über eine Kamera alles beobachtet. Ihr Hinweis hilft, das Rätsel zu lösen. Und schon hat Moritz den Schlüssel zur Ausgangstür in der Hand. Die vier Kinder stürmen jubelnd aus dem Zimmer und klatschen sich ab.

"Ihr habt euch wirklich gut geschlagen", sagt Falk. "Den Rekord habt ihr zwar knapp verpasst. Aber es gab schon viele Erwachsene, die überhaupt nicht auf die Lösung gekommen sind." Zum Schluss dürfen sich die vier an einer Wand mit einem Spruch verewigen. Die Lösung des Rätsels verraten sie dabei natürlich nicht!
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