Schöne Fassade und Gefährliches dahinter
Briefe an die Redaktion

Zu den Berichten über die Stadtgalerie:

Alle freuen sich auf die Stadtgalerie. Die Freude ist allerdings geteilt. Besonders auch in der Max-Reger-Straße. Da helfen auch glänzende und gekachelte Fassaden, die irgendwie an Hertie erinnern, nicht weiter. Auch wenn die Verantwortlichen in Jubel ausbrechen und es gut finden. Die Stadt Weiden findet ja fast alles gut. Besonders wenn es vom Projektentwickler oder Investor für die Stadtgalerie, der Firma Fondara kommt. Das ist doch alles blauäugig. Fakt ist, dass es bis dato keinen rechtsverbindlichen Bebauungsplan gibt. Fakt ist weiterhin, dass Fondara zugesagt hat, nicht unter den bereits ansässigen Einzelhändlern zu wildern. Der "Trading-Down-Effekt", also der schleichende Niedergang der Max-Reger-Straße und anderer Einkaufslagen hin zu Billiganbietern oder Leerständen, sollte verhindert werden. Aber genau das wird unterlaufen.

Mit Dumping-Mietpreisen werden Filialisten aus der Max-Reger-Straße in die Stadtgalerie gelockt. Abwerben - das geht gar nicht! Und die Verkaufsfläche wird von 12 000 auf 14 000 Quadratmeter erhöht. Verkaufsfläche vergrößern - das geht gar nicht! Der Verdrängungswettbewerb und die Verkaufsflächenerweiterung sind nicht gut für die ansässigen Einzelhändler, nicht gut für die Käufer und nicht gut für die Stadt Weiden. Stadtentwicklung geht anders! Der "Ältestenrat" der Bürgerinitiative "Weiden - unsere Stadt" und der "Runde Tisch", der immer wieder fälschlich zitiert wird, lassen grüßen. Zumindest hat die BI Weiden "potemkinsche Dörfer" à la Bohm oder Sonae Sierra zum Wohle Weidens verhindert.

Joachim Strehl, Weiden

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