Schwer, aber nicht zu sehr

Es ist eine der beliebtesten Sportarten im Winter: Skifahren. Menschen schnallen sich zwei Bretter unter ihre Füße und sausen die Berge hinunter. Es sieht so einfach aus, aber ist es das auch?

Aaaaaaah! Nil rutscht auf seinen Skiern immer schneller den Hang hinunter. Obwohl er das eigentlich gar nicht will. Dann fährt er auch noch direkt auf seinen Freund Metehan zu. Der kann gar nicht so schnell ausweichen. Und rumms! Die zwei Jungs rasseln gegeneinander und fallen in den Schnee.

Keine Kontrolle mehr

Zum Glück haben sie sich nicht schlimm wehgetan. Sie finden das Ganze sogar etwas witzig. Aber sie merken auch, dass Skifahren nicht so leicht ist. "Das Problem ist: Wenn die Skier vorne überlappen, dann hat man keine Kontrolle mehr", sagt Nil. "Die Skier werden schneller als man selbst und fahren einfach irgendwo mit dir hin."

Künstliche Piste

Nil ist elf Jahre alt. Er macht einen dreitägigen Skikurs in einer Skihalle in Bispingen in Norddeutschland. Hier gibt es eine künstliche Winterlandschaft.

Solche Hallen nutzen manche Leute, um Skifahren zu lernen. Besonders diejenigen, die zu Hause keine Berge und nicht genug Schnee haben. Sie müssten ansonsten weit weg in ein Skigebiet fahren. So ist es auch bei Nil und den anderen sechs Kindern aus dem Skikurs. Alle sind Anfänger. Sie haben noch nie oder erst einmal auf Skiern gestanden.

Der Skilehrer Ralf Kraffzyk erklärt ihnen, worauf es ankommt. "Es läuft alles über das Gleichgewicht", sagt er. "Man steuert zum Beispiel in eine bestimmte Richtung, indem man das Gewicht seines Körpers verlagert." Deshalb ist ganz wichtig: "Nicht wild mit den Armen herumfuchteln!" Sonst steuert man irgendwohin, wo man gar nicht hin will.

Ruhig bleiben

Nil, Metehan und die anderen Kinder üben deshalb, ruhig auf den Brettern zu stehen. Alle gleiten hinter ihrem Lehrer den Schneehang hinunter. Sie heben dabei jeweils den rechten Arm nach oben, wenn sie eine Linkskurve fahren - und den linken Arm, wenn es nach rechts gehen soll. So fahren sie in einem riesigen Slalom nach unten. Am zweiten Tag des Skikurses können sich schon alle super auf den Brettern halten. "Ich finde das Skifahren leicht, aber auch nicht so leicht", sagt Metehan. "Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß."

Der Junge will gerne noch mehr lernen, zum Beispiel Tricks mit den Skiern und Sprünge. Aber erst mal möchte er so schnell die Piste hinuntersausen wie die Kinder ein paar Meter neben ihm.
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