Selbst schuld an Parkproblemen
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Weniger sind mehr" vom 7. Mai:

"Selbst schuld - wenn man richtige Beschilderung und Information nicht kann" möchte ich den Verantwortlichen der Stadt Neustadt zurufen, weil die neue Tiefgarage "so gut wie leer" ist: Wer von Norden in die Kreisstadt einfährt, findet in der Knorrstraße auf Höhe der Sparkasse zwar die "alten" Verkehrsschilder "Parkhaus 30 Meter links, Stadthalle" - aber keinen Hinweis, dass es 100 Meter weiter rechts das neue Parkhaus gibt. Bei dessen Zufahrt über den "Goldsteig" (unmittelbar nach dem Alten Postamt, Knorrstraße 1) stand außerdem bis vor Kurzem jenseits (!) der Abbiegung ein Hinweisschild, das mit seinem Pfeil zum geradeaus weiterfahren und dann rechts abbiegen aufforderte. Immerhin hat man den Geradeaus-Teil des Pfeiles inzwischen abgeklebt. Außerdem ist das neue Parkhaus ebenso wie der Goldsteig als seine Zufahrt bisher weder in einem Stadtplan noch in einem Straßenverzeichnis oder gar über ein Navigationssystem zu finden.

Auch das Landratsamt kennt auf seiner Homepage bei der unter "Bürgerservice" versteckten "Anfahrt Landratsamt" keinen Hinweis auf das für Besucher äußerst verkehrsgünstig gelegene neue Parkhaus.

Karl Seiler92694 Etzenricht

Mehr Geld nur gegen bessere Versorgung

Zum Artikel "Landrat noch eine Stufe schöner" vom 2. Mai:

Das Interview mit Landrat Andreas Meier zeugt von einer sehr zukunftsorientierten Politik. Ich beneide Meier nicht um sein Amt als Aufsichtsrat der Kliniken AG und das Erbe, das er damit angetreten hat. Meiers richtige Kritik zum Stimmenverhältnis im Aufsichtsrat, an dem der Landkreis leider nur mit 1,5 Prozent beteiligt ist, sowie zur höheren finanziellen Beteiligung des Kreises zugunsten des gesamten Klinikverbunds wären zu loben, wenn sie einige Jahre früher gekommen wären. Die Schuld trägt nicht Meier. Dass nun, nachdem die Kliniken Nordoberpfalz AG zum wiederholten Mal ein Liquiditätsproblem hat, auch der Landkreis überlegt, wie er dem gebeutelten Unternehmen unter die Arme greifen kann, ist meiner Meinung nach sehr fragwürdig, wenn nicht die AG und die Stadt Weiden umdenken.

Die Kliniken AG hat in allen drei ehemaligen Neustädter Kreiskrankenhäusern die stationäre Versorgung eingestellt, während neben dem Klinikum Weiden alle drei umstrukturierten Krankenhäuser im Landkreis Tirschenreuth weiterhin diesen wertvollen Dienst anbieten. Dieses Ungleichgewicht ist zu einem Teil dem Stimmenverhältnis im Aufsichtsrat geschuldet. Insofern fehlen Meier wirklich die Argumente, warum der Landkreis Neustadt Geld in das Unternehmen einbringen soll, noch dazu wenn Weiden nicht von der Mehrheit im Aufsichtsrat abrückt. Als es um den Erhalt des Eschenbacher Krankenhauses ging, standen Tirschenreuth und Neustadt mit sechsstelligen Beträgen dafür ein, die Stadt Weiden dafür mit keinem Cent. Die Bewohner des westlichen Landkreises haben mit 3500 Unterschriften eine Verbesserung der medizinischen Versorgung gefordert. Auf die Ergebnisse warten wir noch. Der Kreis Neustadt täte gut daran, wenn er an finanzielle Hilfen für die Kliniken AG Bedingungen knüpfte. Der Großteil der Bürger des westlichen Landkreises sucht bereits die Krankenhäuser in Pegnitz, Bayreuth und Amberg auf.

Walter Thurn92676 Eschenbach
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