Siegen/Bonn.
Wie sich Schimmel in der Wohnung verhindern lässt

(dpa/tmn) Ist das Gebäude frei von Mängeln, kann der Mieter dazu beitragen, dass sich in der Wohnung kein Schimmel bildet. "Entscheidend ist richtiges Lüften und Heizen, dazu ist der Mieter verpflichtet", sagt Frank Baranowski, Fachanwalt für Mietrecht aus Siegen.

Vorübergehendes Kippen der Fenster genügt nicht, denn dabei findet kein ausreichender Luftaustausch statt. Stattdessen sollte der Mieter mehrmals am Tag Stoßlüften. Je kälter es draußen ist, desto kürzer sollte der Mieter lüften.

Nach dem Baden oder Duschen gilt: "Der Wasserdampf darf sich nicht in der Wohnung verteilen", sagt Ulrich Ropertz (Deutscher Mieterbund). Wichtig ist auch die Temperatur in den Räumen - sie sollte bei 20 bis 22 Grad liegen. Mieter können zusätzlich für eine ausreichende Luftzirkulation sorgen, empfiehlt Petra Uertz (Verband Wohneigentum): Große Schränke sollten sie beispielsweise nicht direkt an eine Außenwand stellen - denn die Wand kühlt leichter aus.

Kann die Luft nicht zirkulieren, bildet sich leichter Schimmel. "Ein Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zwischen großen Möbeln und der Außenwand ist ratsam." Uertz hat noch weiteren Tipp: Wenn sich die Sanierungsarbeiten verzögern - aus welchen Gründen auch immer -, können Mieter befallene Flächen übergangsweise reinigen, wenn sie glatt und nicht zu groß sind.

Zum Desinfizieren eignet sich zum Beispiel Ethanol, das 70- bis bis 80-prozentiges Ethylalkohol enthält. Mieter schützen sich vor aufwirbelnden Schimmelpilzsporen, indem sie dabei Staub vermieden und mit Handschuhen und gegebenenfalls Mundschutz arbeiten.
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