Silvester mit Kindern
Mit Familie feiern

Mit Wunderkerzen sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt hantieren. Bild: dpa

Auf die große Party verzichten oder mit den Kindern die ganze Nacht durchmachen? Eltern sollten bei der Planung der Silvesterfeier einige Tipps und Tricks beachten, damit die ganze Familie gut ins neue Jahr startet.

Berlin. Für viele ist der Start ins neue Jahr ohne rauschende Party undenkbar. Eltern kleinerer Kinder können aber nicht einfach tanzend durchfeiern. Die Entscheidung, wie der Jahreswechsel verbracht wird, fällt da oft auf eine kleinere Silvestersause im Kreise der Liebsten.

"Die Praxis zeigt, dass Eltern mit kleinen Kindern Silvester nicht mehr auf Großveranstaltungen verbringen, sondern eher privat und an die Bedürfnisse der Kinder angepasst feiern", sagt Maria Große Perdekamp, Leiterin der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Eine kleine Feier mit Freunden muss aber keineswegs langweilig sein.

Bei Kindern im Säuglingsalter sind Eltern noch recht ungebunden. Bis zum dritten Lebensjahr sollte man sich überlegen, ob die Kleinen zum Jahreswechsel überhaupt wach sein müssen. Säuglinge können im Kinderwagen in einer ruhigeren Ecke gut schlafen, Kleinkinder in einem ruhigen Raum nebenan.

Rückzugsort wichtig


Inwieweit Eltern beim Feiern in ihrem Radius eingeschränkt sind, hängt von den Bedürfnissen des Kindes ab. "Es gibt Kinder, die können überall schlafen, und es gibt Kinder, denen fällt das ganz schwer", sagt Große Perdekamp. Eltern unruhig schlafender Kinder laden die Freunde vielleicht zu sich ein. Auch ältere Kinder brauchen einen Rückzugsort - das sollten Eltern bei der Silvesterplanung berücksichtigen.

"Man kann nicht erwarten, dass Kinder durchhalten und bis Mitternacht fit sind, daher ist ein Ruheraum für die letzten Stunden des Jahres wichtig."

Mit einigen Tipps und Tricks kommen die Erwachsenen auch bei einer kinderfreundlichen Silvesterparty zum ausgiebigen Erzählen, Schlemmen und Feiern. Zum Zeitvertreib für die Kleinen eignen sich etwa die Lieblingsspiele oder auch ein paar schöne Kinderfilm-DVDs. Mit Quizduellen lassen sich die Interessen von Kindern und Eltern verbinden. Auch das klassische Bleigießen ist für Kinder spannend. "Sie können mit ein wenig Unterstützung dabei prima ihre Fantasie spielen lassen und sich überlegen, was das Gegossene darstellen könnte", sagt Große Perdekamp.

Natürlich bietet auch das Essen Beschäftigung, wenn sich Eltern auf die Wünsche der Kinder einstellen. "Pizzateig lässt sich zum Beispiel gut vorbereiten. Die verschiedenen Zutaten können dann in kleinen Schüsselchen aufgestellt werden, damit die Kinder die Pizza selbst belegen können", sagt Esther Schnur von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Ältere Kinder lieben Buffets mit Häppchen und Fingerfood. Eher nichts für Kinderhände ist der Silvester-Klassiker Fondue: "Das ist kompliziert und gefährlich mit dem heißen Fett", sagt Schnur. Besser geeignet ist zum Nachtisch ein Schokoladen-Fondue.

Angst ernstnehmen


Das Highlight folgt um Mitternacht - manche Kinder wollen zum Feuerwerk aber gar nicht raus. Denn Kinder sind bei Lärm empfindlicher als Erwachsene. "Die Angst sollte generell sehr ernst genommen werden", sagt Große Perdekamp. Die Kinder, die trotzdem mittendrin sein wollen, sollten unbedingt unter Beobachtung Erwachsener bleiben. Wenn der Nachwuchs Wunderkerzen oder Knallbonbons benutzen will, müssen die Eltern aufpassen.

"Eine Wunderkerze kann sehr heiß werden", warnt Silvia Darmstädter vom Deutschen Feuerwehrverband. Nur extra gekennzeichnetes Kleinstfeuerwerk - etwa Knallfrösche - ist für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet.
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