Sind Bäume eine Provokation?
Leserbriefe

Die alte Ulme im Lanzer Weg in Störnstein ist am Freitag der Motorsäge zum Opfer gefallen (wir berichteten am Samstag, 25. Januar). Naturschützer hatten im Vorfeld und auch hinterher heftig dagegen protestiert. Exemplarisch dazu die Zuschrift eines Lesers aus Altenstadt:

Wenn wir Bäume nutzen, sind wir im Einklang mit der Natur. Wir nutzen Ressourcen im Rahmen eines natürlichen Kreislaufsystems.

Es passiert aber immer häufiger, dass Menschen - besonders in diesem, unserem Lande - die Existenz von Bäumen in Frage stellen und zur Säge greifen. Die Gründe sind vielfältig: Ihr Laub stört uns, ihre Wurzeln drücken Steinplatten in die Höhe, sie gefährden parkende und fahrende Autos; wir stellen uns Bedrohungsszenarien durch Unwetter vor oder wir müssen gar feststellen, dass Bäume sich nicht an die juristischen Vorgaben im Nachbarschaftsrecht halten. Bäume sind offenbar in den Augen vieler eine Provokation für die menschliche Spezies.

Obwohl wir uns als die "Krone der Schöpfung" sehen, sind wir die einzigen, die sich nicht an die Spielregeln der Natur halten. Wir steuern immer schneller auf den Crash zu und wir werden ihn nicht überleben.

Jürgen Holl92665 Altenstadt

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