So schützen Sie Ihr Haus von Anfang an (Fortsetzung)
Risiken absichern

Jeder Bauherr ist aber gesetzlich verpflichtet, private Bauhelfer bei der zuständigen Bauberufsgenossenschaft zu melden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Helfer gegen Bezahlung oder unentgeltlich tätig sind. Es seien in jedem Fall Unfallversicherungsbeiträge zu entrichten.

Der Bauherr selbst und seine Ehefrau können sich auf diesem Weg nicht versichern. Sie benötigen eine private Unfallversicherung. "Der Hausbau ist deshalb ein guter Anlass, langfristig zu überlegen, wie ich abgesichert bin", schlägt Weidenbach vor. "Als Hausbesitzer trägt man höhere Risiken und höhere finanzielle Lasten. Deshalb ist es sinnvoll, generell über eine Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung nachzudenken."

Eine Police, die jeder Hausbesitzer braucht, ist die Wohngebäudeversicherung. Ihre Laufzeit beginnt mit der Bezugsfertigkeit des Gebäudes. Standardangebote umfassen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Einbruch. Die Leistungsausgestaltung ist je nach Anbieter aber unterschiedlich: Einzelne Unternehmen schließen unter der Überschrift "Feuer" auch Kaminbrand oder Implosionsschäden ein.

Darüber hinaus können Elementarschäden wie Hochwasser, Erdrutsch oder Schneedruck versichert werden. "Wer eine solche Versicherung braucht, bekommt sie allerdings nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen", sagt Bauherren-Berater Breitfeld.

Zur Beitragsberechnung wird meist die Summe herangezogen, die theoretisch notwendig gewesen wäre, um das Haus im Jahr 1914 zu erbauen. Der maßgebliche Wert wird dann je nach Größe, Ausbau und Ausstattung des Gebäudes ermittelt. Auch regionale Tarifzonen fließen ein. Einige Versicherer bieten alternativ einen Wohnflächen-Tarif an. "In jedem Fall muss die Versicherungssumme bei einem Totalschaden die tatsächlichen Wiederaufbaukosten decken", empfiehlt GDV-Sprecher Schweda.

An Hausrat denken

Wer bislang keine Hausratversicherung hat, die den Neuwert von beschädigten oder entwendeten Teilen der Wohnungseinrichtung ersetzt, sollte den Umzug zu einem Abschluss nutzen. Beim Packen lässt sich ein guter Überblick über Hab und Gut verschaffen und die Notwendigkeit einer Police hinterfragen. "Und eine bereits bestehende Hausratversicherung muss fortgesetzt und angepasst werden", sagt Berater Breitfeld.

Gerade in der Bauphase kommt es auf jeden Pfennig an. Deshalb sind auch bei Versicherungen gezielte Vergleiche gefragt. Pakete von mehreren Policen können, müssen mitunter günstiger sein als einzelne Policen. (tmn)
Weitere Beiträge zu den Themen: Hochwasser (3437)Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.