Sonnemann fehlt Solidarität
Briefe an die Redaktion

Gedanken zum Beitrag "Breite Unterstützung nötig" vom 28. Oktober 2014 über die Mitgliederversammlung der BI Steinwald macht sich ein Mitglied dieser BI:

Im genannten Bericht wird noch einmal klar aufgezeigt, dass die Gründe für den Bau der Gleichstrompassage Süd Ost ausschließlich finanzielle sind und nicht wie vorgegeben der Energiewende dienen. Dieses Mäntelchen soll verschleiern, dass der europaweite Stromhandel und die außerordentlich hohe Rendite von garantiert 9,05 Prozent jährlich ausschlaggebend sind.

Umso wichtiger ist es, dass mindestens alle von der Trasse Betroffenen solidarisch "an einem Strang ziehen", um es einmal mit dem Motto der Wimpelkettenaktion zu sagen. Die Bürger tun dies durch die Mitgliedschaft in der Bürgerinitiative, für die Kommunen ist der Beitritt zum Pegnitzer Verein "Kommunen gegen die Gleichstrompassage" der richtige Schritt. Zweck dieses Vereins ist, über die Kommunen Gelder einzusammeln, um sich Gerichtsverfahren und Gutachter leisten zu können.

In Waldershof, einer der Partnergemeinden der Bürgerinitiative Steinwald, wurde dieser Beitritt erst auf Initiative der CSU/WB-Fraktion beantragt und mittlerweile beschlossen. Pullenreuth und Neusorg sind längst dabei.

Warum Bürgermeisterin Friederike Sonnemann hier die Initiative nicht selbst ergriffen hatte, verwundert doch sehr und ist nicht nachvollziehbar. Verkündet sie doch bei jeder Gelegenheit, wie sehr sie die Arbeit der BI unterstützt. Aber wenn den Worten keine oder erst sehr spät Taten folgen, spricht das wohl für sich selbst. Solidarität sieht anders aus.

Noch im Januar 2014 forderte Sonnemann auf ihrer Facebook-Seite "eine kommunale Allianz, um eine starke Position gegen den Leitungsbau zu entwickeln". Mögliche Konsequenz für Waldershof wäre deshalb auch gewesen, dass eine Klage gegen die Trasse wegen Geldmangels gescheitert wäre.

Maria Estl

Pullenreuth

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