Sorge um den kleinen Prinzen
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Stiftland macht es Steinwald nach", NT-Ausgabe vom 28. Januar.

"Ikom-Stiftland" heißt das Zauberwort. Gemeinsam sind wir stark! Warum erst jetzt? War manch eine Kommune zu eitel? "Wir sind wir"! Konnte man es sich die letzten Jahre noch leisten, die Füße hochzulegen, wo in anderen Landkreisen die Schuhsohlen gewechselt wurden, während wir hingegen in einen tiefen Schlaf fielen?

Was war nun der Grund sich wieder zu bewegen? Vielleicht der Kuss des Prinzen Ikom, oder die schnell größer werdende Konkurrenz? War es das Einbrechen der Tourismuszahlen der letzten Jahre? Oder musste das Zugpferd Sibyllenbad doch erst husten, dass eine ganze Region sich erkältet?

Es wird nichts nutzen, nur unsere Infrastruktur zu erhalten - bei immer weniger Menschen. Man sollte sich schon um einiges ausbauen, um einer Abwanderung entgegenzuwirken. Denn herrliche Landschaft und unberührte Natur gibt es nicht nur bei uns. Wo sind sie nur geblieben, "unsere Urlaubsgäste"?

Junge Leute und die neu alt werdende Gesellschaft und insbesondere unsere Urlaubsgäste haben auch moderne Ansprüche. Auch bei den Vermietern werden sie gefordert. Waren das die Ansprüche der letzten Jahre? Erst zuschauen und dann nach zu galoppieren? Hätte man sich nicht auch mal selbst erfinden können bei soviel geballter Kompetenz? Wie wird es weitergehen? Hand in Hand? Eigentlich mache ich mir ein bisschen Sorgen um unseren kleinen Prinzen Ikom. All die Jahre, unter der Aufsicht der alten Kommunen-Herrschaft, wurde die Opposition gering eingeschätzt. Doch jetzt wäre diese von Vorteil.

Ansporn, sich messen lassen: War der Respekt davor zu groß? Schließlich gibt es auch in einer Opposition intelligente Menschen mit durchaus hoher Fachkompetenz und viel Engagement. Leute, die gemeinsam gestalten, Bewährtes festigen und Neues etablieren möchten. Und auch mal rütteln und schütteln, wenn die Führungsspitze ermüdet.

Aber es nutzt nichts. Wer zu spät kommt muss sich anstrengen und durchsetzen. Unter all dieser Historie und Zwangsvorstellung muss der kleine Prinz Ikom sich ambieren, um der großen Steinwald-Allianz "Optimus Maximus" zu beweisen.

Also soll der Bürger das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Deshalb unterstütze ich die Aussage des Kreisvorsitzenden der Jungen Union, einen runden Tisch unter der Leitung des Landratsamtes, an dem jeder seine Ideen und Möglichkeiten einbringen kann und soll - ohne politisches "Geplänkel". Einen schönen Fasching und helau !

Stephan Sporrer, Neualbenreuth

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