Staat muss Schaden tragen

"Biber nagen an der Staatskasse"

Der Natur- und Artenschutz ist eine politische Entscheidung unseres Staates und manchmal nicht einmal durch gesellschaftliche Notwendigkeiten oder Nachhaltigkeits-Kriterien (Schutz der natürlichen Ressourcen) erforderlich. Gerade am Beispiel des Bibers zeigt sich dies ganz deutlich. Ähnliche Erfahrungen werden wir wohl bei der politisch gewünschten Wiedereinbürgerung der großen Raubtiere (Wolf, Luchs, Bär) machen.

Weil dies politisch gewünscht ist, ist dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das bedeutet im Falle des Bibers, dass man die Grundstückseigentümer, seien es nun Landwirte, Privatpersonen oder Kommunen, von staatlicher Seite nicht alleine lassen darf. Es ist nicht statthaft und auch ein klares Zeichen unserer Entsolidarisierung, wenn nicht betroffene Gruppen Forderungen an andere aufstellen, Verluste und Schäden zu akzeptieren. Diese Schäden müssen durch die Gesellschaft solidarisch getragen werden. Da der Staat die einzige Institution ist, die das durchführen kann, ist dieser gefordert. Deshalb ist der Staat hier moralisch verpflichtet, die Schäden nicht nur teilweise, sondern vollständig auszugleichen, unabhängig von den Kosten.

Erwin Schmidbauer, 92280 Kastl
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