Stadtwerke Grafenwöhr seit 15 Jahren ein Kommunalunternehmen
Kleiner mittelständischer Betrieb

Grafenwöhr. (ha) Einen historischen Beschluss fasste der Stadtrat in seiner Sitzung am 27. Januar 2000, als er das Kommunalunternehmen "Stadtwerke Grafenwöhr" in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts gründete. Mit Wirkung vom 1. April 2000 nahm das neu geschaffene Unternehmen den Betrieb auf und entwickelte sich zu einem wahren Vorzeigebetrieb, der inzwischen auf eine 15-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann.

Aus kleinsten Anfängen entwickelte sich ein mittelständisches Unternehmen mit einer Bilanzsumme von rund 24 Millionen Euro und derzeit elf Mitarbeitern sowie einem Auszubildenden. Im April 2003 wurde das ehemalige OBAG-Regionalzentrum in der Pechhofer Straße erworben.

Dieses "Haus der kurzen Wege" beherbergt seither neben den Stadtwerken auch die Wasserwirtschafts- und Betriebsgesellschaft Grafenwöhr GmbH, die Tiefbauabteilung eines Architektur- und Ingenieurbüros, die Energiegenossenschaft NEW-Neue Energien West und die Bürgerenergiegenossenschaft West. Zum Vorstand der Stadtwerke wurde Kämmerer Helmut Amschler berufen, der diese Aufgaben in den Anfangsjahren ehrenamtlich mit erledigte. Das Aufsichtsgremium, der Verwaltungsrat setzte sich aus dem ersten Bürgermeister und zunächst vier Mitgliedern des Stadtrats zusammen. Gleich zu Beginn standen Großprojekte wie die Generalsanierung und Erweiterung der Kläranlage und der völlige Neubau der Wasserversorgungsanlage an. Hier wurden insgesamt 16 Millionen Mark investiert, ohne den städtischen Haushalt zu belasten. Durch die Ausgliederung der Aufgaben aus dem Haushalt war es möglich geworden, städtische Großprojekte, wie zum Beispiel das moderne Sportzentrum beim Freibad zu finanzieren. Rund acht Millionen Mark mussten investiert werden, um eine modernst ausgestattete und den Anforderungen der Zeit entsprechende Anlage zu formen, welche die Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes und der Abwasserabgabengesetzes erfüllt.

Mit großem Weitblick hatte der Stadtrat damals die Zeichen der Zeit erkannt und nach erfolgreicher Sanierung der Kläranlage die Weichen für eine Ausgliederung der weiteren Betriebszweige Wasserversorgung und Kanalisation gestellt.

Bereits zum 1. Januar 2001 wurden diese Aufgaben ebenfalls an die Stadtwerke übertragen, welche seit dem 1. Juli 2000 erstmals das Ostlager des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr mit Trinkwasser versorgten, nachdem die dortigen Brunnen stillgelegt worden waren. Fortsetzung nächste Seite
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