Statistisches Bundesamt veröffentlicht Prognosen zum Sterberisiko
Lebenserwartung auf Rekordhoch

Babys und ältere Menschen in Deutschland leben immer länger - zumindest statistisch gesehen. Dieser Trend hält seit Jahrzehnten an. Unterschiede gibt es aber nicht ausschließlich zwischen Männern und Frauen.

Wiesbaden. Die Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter. Das gilt sowohl für Babys als auch für ältere Menschen. Neugeborene Mädchen haben statistisch gesehen 83 Jahre und einen Monat vor sich. Männliche Säuglinge können sich immerhin auf 78 Jahre und zwei Monate freuen. Damit erhöhte sich die Lebenserwartung in den vergangenen zehn Jahren bei beiden Geschlechtern, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Bei den Jungen stieg sie um zweieinviertel Jahre, bei den Mädchen um eineinhalb Jahre.

Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Baden-Württemberg ist bei beiden Geschlechtern Spitzenreiter. Schlusslichter sind das Saarland für Mädchen und Sachsen-Anhalt für Jungen. Fast 84 Jahre haben weibliche Säuglinge in Baden-Württemberg vor sich, männliche 79 Jahre und fünf Monate. 82 Jahre und zwei Monate lautet die statistische Prognose der Empiriker für Mädchen bei der Geburt im Saarland. Neugeborene Jungen in Sachsen-Anhalt erreichen dagegen nur 76 Jahre und zwei Monate.

Rosige Aussicht für Rentner


Menschen im Rentenalter von 65 Jahren haben auch eine höhere Lebenserwartung als noch vor zehn Jahren. Diese übersteigt sogar noch die der Neugeborenen. Die Sterberisiken vorangegangener Altersstufen - 0 bis 64 Jahre - haben sie bereits hinter sich gelassen, wie die Statistiker erläutern. Bei der Berechnung der Lebenserwartung wird die Sterbewahrscheinlichkeit immer auf ein bestimmtes Alter bezogen.

65-jährige Männer haben noch 17 Jahre und acht Monate vor sich. Sie erleben also noch ihren 82. Geburtstag. Das sind ein Jahr und fünf Monate mehr Lebenserwartung als vor zehn Jahren. Gleichaltrige Frauen leben statistisch gesehen sogar bis kurz vor ihrem 86. Geburtstag - ein Jahr und zwei Monate länger als im Vergleichszeitraum.
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