Stimmungsmacher

Beim Fernsehen steht der Moderator im Scheinwerferlicht. Er führt durch die Sendung. Bevor die Kameras angehen, hat aber der Warm-Upper das Sagen im TV-Studio. Er sorgt für gute Stimmung beim Publikum.

Super Stimmung im Fernseh-Studio. Die Menschen im Publikum klatschen, lachen und sind gut drauf. Was der Zuschauer vor dem Fernseher aber nicht sieht: Bevor die Show startet, bereitet jemand die Zuschauer vor. Er macht sie sozusagen für die Sendung warm.

Seit zehn Jahren

Darum nennt man den Beruf Warm-Upper (gesprochen: worm apper). Das ist das englische Wort für Warmmacher. Christian ist schon mehr als zehn Jahre lang Warm-Upper - zum Beispiel bei der Musikshow "The Voice Kids".

"Herzlich Willkommen. Schön, dass ihr alle da seid. Und jetzt gebt Gas. Feiert eine fette Party. Klatscht, was das Zeug hält". Das sagt Christian vor Beginn der Sendung zum Publikum. Er hat einen knallbunten Anzug an und sorgt für gute Laune.

"Wenn ihr während der Sendung auf die Toilette müsst: Ihr könnt leider nicht aufstehen. Lasst es einfach laufen", sagt er. Das ist natürlich nur ein Witz. Das Publikum lacht.

"Im Fernsehen brauchen wir von Anfang an gute Stimmung. Darum klatschen wir uns vorher schon ein", erklärt er. Die Zuschauer trauen sich dann während der Show mehr. "Sie sitzen schließlich nicht zu Hause auf dem Sofa. Sie sind Teil der Sendung und sollten deshalb auch ausrasten."

Aber Christians Aufgabe ist es nicht nur, für tolle Stimmung zu sorgen. Er erklärt dem Publikum den Ablauf der Sendung. Er sagt ihnen, wo die Notausgänge im Studio sind. Er stellt ihnen außerdem den Moderator vor.

Wenn die Sendung anfängt, übernimmt der Moderator das Mikrofon. Christian rückt dann in den Hintergrund und steht hinter der Kamera. Er gibt dem Publikum zum Beispiel Zeichen, wann sie klatschen oder lachen sollten.

Einfach wow!

Das ist wichtig, damit auch während der Show immer gute Laune herrscht. Die Leute vor dem Fernseher haben dann das Gefühl: Wow, das geht aber ab im Studio!

"Ich muss damit umgehen können, zur Seite zu treten, sobald die Kamera angeht. Ich darf mich nicht zu wichtig nehmen. Der Moderator ist der Star", sagt Christian.

Daran hat er sich aber schon gewöhnt. Erkannt wird er von Zuschauern trotzdem. "Einige fragen mich nach der Sendung nach Autogrammen oder Fotos. Das ist eine Art Trinkgeld für mich." (dpa)
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