Streiks schnell ein Eigentor

"Streiks tun weh, doch das muss so sein":

In der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, die Mobilität ganz selbstverständlich einfordert und die ohne Kommunikation überhaupt nicht mehr funktionieren kann, tun GDL, Cockpit, Ufo, Verdi u. a. dem Pendler weh und dem Reisenden; sie tun dem Patienten weh, der seit einem halben Jahr auf seinen OP-Termin wartet; sie tun dem Hochschul-Absolventen weh, der seine Prüfungsunterlagen nicht im Briefkasten hat.

Wie die Gewerkschaften heute ein Streikrecht aus dem vorigen Jahrtausend, das unter ganz anderen gesellschaftlichen Bedingungen im Grundgesetz festgeschrieben wurde, mit Füßen treten und auf dem Rücken der falschen Adressaten austragen, ist unerträglich! Mittlerweile hat sich die Mehrheit der Streik-Geschädigten Alternativen gesucht, groteskerweise bei Unternehmen, die ihre Mitarbeiter zu teils viel schlechteren Bedingungen beschäftigen. Diese Unternehmen erfahren einen ungeahnten Aufschwung. So könnten die Streiks, bei denen es zum Teil um Wahrung von Luxus-Pfründen oder Machtspiele geht, schnell zum Eigentor werden.

Karin Bittner, 93047 Regensburg
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