Streit um Windkraft
BUND verklagt Guttenberg

München. Im Streit um den Ausbau der Windkraft im Binnenland hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sein früheres Gründungsmitglied Enoch zu Guttenberg verklagt. Anlass ist eine Äußerung Guttenbergs in einem Beitrag des ARD-Fernsehmagazins "Plusminus". Guttenberg warf darin dem BUND vor, eng mit der Windkraft-Lobby verquickt zu sein und Naturschutzinteressen nicht mehr glaubwürdig vertreten zu können. Wörtlich sagte Guttenberg: "Wie verquickt die sind, ich weiß allein 20 Personen vom BUND, führende Persönlichkeiten in den jeweiligen Bundesländern, die gleichzeitig in der Windkraftlobby angestellt sind und für die arbeiten." BUND-Bundesgeschäftsführer Olaf Bandt betont dagegen: Nur 2 von 190 führenden BUND-Persönlichkeiten seien im Bereich der Windindustrie tätig, einer ehrenamtlich und einer beruflich. Der BUND will den fränkischen Baron, der zu den schärfsten Widersachern des Baus von Windrädern zählt, vor Gericht dazu zwingen, die Äußerung nicht zu wiederholen. Die Klageschrift wird am 1. April vor dem Landgericht Hamburg verhandelt.

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