Studie befragt 11 000 Kinder - Je älter, desto angespannter
Schule stresst am meisten

Schule ist für Kinder in Deutschland Stressfaktor Nummer eins. Das ergibt sich aus dem "Kinderbarometer" der Bausparkasse LBS, einer bundesweiten Umfrage unter 11 000 Kindern zwischen 9 und 14 Jahren.

"Ein Drittel der Kinder fühlt sich regelmäßig von der Schule gestresst", sagte LBS-Sprecher Christian Schröder zu den Ergebnissen der Studie. Häufigen Druck von Eltern und Freunden empfänden hingegen nur 15 beziehungsweise 6 Prozent als Stressfaktor. Aus Sicht des Deutschen Kinderschutzbundes ist chronischer Stress ein ernstzunehmendes Problem, das auch die gesundheitliche Entwicklung von Kindern hemmt.

Die Forscher fanden heraus, dass in der Schule und im Umgang mit den Eltern die Anspannung mit fortschreitendem Alter insgesamt zunimmt.

Wenn die Stress-Ursachen in dauerhafter Überforderung liegen, sei es sinnvoll, nach mehr Entspannungsmöglichkeiten für das Kind im Alltag zu suchen. Laut LBS-Barometer findet jedes zweite Kind nach eigener Einschätzung in der Schule zu wenig Zeit, um mit Freunden zu reden. Mehr als die Hälfte der Kinder meint, die Schule biete zu wenig Phasen zum Ausruhen. Zu wenig Gelegenheit zum Spielen beklagen 46 Prozent. Ein knappes Drittel braucht mehr Zeit, um alleine zu lernen.

Jedes fünfte Kind hat auch außerhalb der Schule zu wenig Zeit, um einfach mal ungestört machen zu können, was es will. Schröder: "Private Ich-Zeit ist für Kinder enorm wichtig. Zu wenig Zeit für sich zu haben, bedeutet mehr Stress, Streit in den Familien und führt letztlich dazu, dass sich unsere Kinder weniger wohlfühlen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.