Suche nach deutschem Entführungsopfer
Im philippinischen Dschungel verschwunden

Manila. Nach der Ermordung einer deutschen Seglerin durch islamistische Extremisten auf den Philippinen sucht das örtliche Militär weiter nach deren verschlepptem Ehemann.

Die Leiche der 59-jährigen Frau wurde nach Zamboanga City gebracht, wo sie Vertretern der deutschen Botschaft übergeben werden soll, teilte Militärsprecher Edgard Arevalo am Dienstag mit. Dem Militär zufolge wurde der 70-Jährige bereits am Samstag in den Gewässern zwischen Malaysia und den südlichen Philippinen von seinem Boot entführt. Er werde in einem Dschungellager der Terrororganisation Abu Sayyaf vermutet. Die Jacht mit der Leiche der Frau wurde am Sonntag vor der Provinz Sulu gefunden.

Bei den Opfern handle es sich um das Ehepaar, das bereits 2008 von somalischen Piraten im Golf von Aden am Horn von Afrika entführt worden war. Erst im April 2014 hatte Abu Sayyaf zwei Deutsche von einer Jacht auf den Philippinen entführt und später wieder freigelassen.

Die Terroristen kämpfen nach eigenen Angaben in der muslimischen Unruheregion im Süden des mehrheitlich katholischen Inselstaates um mehr Autonomie. Die Organisation hat der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.
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