Tanklaster fängt Feuer: 56 Menschen sterben
Staatstrauer in Mosambik

Maputo. Nach der Explosion eines Tanklastzugs mit 56 Toten hat Mosambiks Regierung eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Bei dem Unglück wurden 108 Menschen verletzt. Viele erlitten schwere Verbrennungen. Die Regierung ordnete nach einer Krisensitzung des Kabinetts in Maputo die Bildung einer Untersuchungskommission an. "Das ganze Land ist schockiert", erklärte Regierungssprecher Mouzinho Saide. Die Staatstrauer beginne am Samstag.

Der Tanklastzug ist am Donnerstag im Ort Caphiridzange in der Provinz Tete explodiert, als Menschen versuchten, illegal Treibstoff aus dem Tanker abzuzapfen. Der Laster fing dabei aus bislang ungeklärter Ursache Feuer. Er war auf dem Weg von der mosambikanischen Hafenstadt Beira nach Malawi, das keinen eigenen Zugang zum Meer hat.

Der Polizei zufolge war der Tanklastzug wegen eines mechanischen Problems liegengeblieben. Der Fahrer habe sich entfernt, um Hilfe zu holen. Mosambik gehört einem umfassenden UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.
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