Tanzen wie in 1001er Nacht

Aleyna Tatari trägt bei ihrem Hobby ein orientalisches Gewand. Seit einem halben Jahr besucht die Sechsjährige einen Kurs im Bauchtanzen. Doch dabei muss sie längst nicht nur ihren Bauch bewegen.

Der Tanzsaal ist kunterbunt. Fast alle Tänzerinnen laufen barfuß und tragen ein Kostüm. Manche haben Röcke an, andere Hosen. Alle haben ein Tuch oder einen Gürtel um die Hüfte. Dann kommt Laila El-Jarad in den Saal. Sie ist die Leiterin des Kurses. Hier lernen die Teilnehmer, orientalisch zu tanzen.

Nicht nur Bauch

Der orientalische Tanz kommt aus arabischen Ländern. Manche sagen auch einfach Bauchtanz dazu. Das ist aber nicht ganz richtig. "Man tanzt nicht nur mit dem Bauch", sagt Aleyna Tatari. Sie ist sechs Jahre alt und macht bei dem Kurs mit. "Man muss auch mit den Hüften ein bisschen schwingen. Oder mit den Armen so elegante Bewegungen machen."

Alle stellen sich im Kreis auf. Dann schaltet die Lehrerin Musik an. Alle schauen auf Laila. Zuerst zieht sie die Arme elegant nach oben. "Ziehen, ziehen, ziehen, Schulter rollen, rollen, rollen, rollen, noch mal", ruft sie im Takt der Musik.

Die Kinder machen ihrer Lehrerin alles nach. Sie bewegen ihre Arme wie eine Schlange nach oben und rollen ihre Schulter. Dann kreisen alle ihre Füße, hüpfen auf beiden Beinen und schütteln ihren Oberkörper. So wärmen die Tänzerinnen ihre Muskeln auf.

Wenn die Kinder sich bewegen, hört man das Klimpern der Kostüme. Aleyna gefallen die eleganten Bewegungen am besten. Aber sie findet auch die Musik cool und die Kostüme schön.

Seit einem halben Jahr geht die Erstklässlerin in den Tanzkurs. "Meine Mama hat mir gesagt, dass es das gibt und dann wollte ich unbedingt dahin", sagt Aleyna. Seitdem hat sie schon viel gelernt.

Zwischendurch klimpert es besonders laut. Laila übt mit den Tänzerinnen Shimmys. Das sind ganz schnelle Schüttelbewegungen mit der Hüfte. Nun stellen sich die Mädchen auf, um ihren einstudierten Tanz zu zeigen. Die passende Musik haben sie sich selbst ausgesucht. Es ist das persische Lied "Chori, Chori".

Ab in die Mitte

Erst verteilen sich die Tänzerinnen in den vier Ecken des Raumes. Als die Musik anfängt, gehen sie mit eleganten Bewegungen aufeinander zu. Dann machen sie in der Mitte die orientalischen Tanzschritte.

"Ich schaue immer genau geradeaus", erklärt Aleyna. "Da sehe ich mich im Spiegel und schaue, wie es aussieht." Manchmal klatscht oder zählt Laila im Takt der Musik mit. So erkennen die Mädchen besser den Rhythmus.

Plötzlich herrscht großes Durcheinander. Einige Kinder waren in letzter Zeit krank und haben deshalb gefehlt. Jetzt passt nicht mehr alles zusammen. Laila übt mit den Tänzerinnen die Stelle ohne Musik. "Probieren wir es noch mal mit Musik!", sagt sie nach einer Weile. Dieses Mal klappt alles. "Super!", ruft die Tanzlehrerin.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kinderseite (7289)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.