Teambuilding fürs Wir-Gefühl

Wie aus einem Haufen bunt zusammengewürfelter Mitarbeiter eine schlagkräftige Abteilung machen? Eine Teambuilding-Aktion muss her. Das Angebot reicht vom Seifenkisten-Rennen bis zum Survival-Camp.

(dpa/tmn) Stimmt die Chemie im Team, läuft es auch mit der Arbeit rund. Doch wie schaffen Arbeitgeber es, einer Abteilung mehr Wir-Gefühl zu vermitteln? Hierfür gibt es inzwischen ein breites Angebot an Aktionen. Einige Ideen im Überblick:

Survival-Training

Die Idee:Wie mache ich ein Feuer? Wie baue ich aus einer Plane ein Zelt? Wie behalte ich im Wald die Orientierung? Solche Dinge lernen Berufstätige bei einem Outdoortraining. Zurück zur Natur ist hier das Motto. Würmer essen gehört aber nicht dazu. "Das ist kein Dschungelcamp", erklärt Janina Bartz von der Eventmanufaktur Berlin.

Das bringt es: Zum einen kann der Wechsel vom Schreibtisch ins Grüne für frischen Wind sorgen. Schreibtischtäter müssen sich einmal in ungewohnter Umgebung beweisen. Damit es dabei gemütlich wird, müssen alle mit anpacken.

"Das funktioniert nur als Team", sagt Bartz. Wenn die Gruppe nicht frieren will, darf sich zum Beispiel keiner zu schade sein, Holz zu sammeln. Das zeigt: Für den gemeinsamen Erfolg ist jeder auf den anderen angewiesen.

Das Richtige für: Alle, die früher gern bei den Pfadfindern waren oder gewesen wären. Auf den häuslichen Komfort zu verzichten, gefällt aber nicht jedem und führt an Grenzen.

GPS-Schnitzeljagd

Die Idee:Die Mitarbeiter teilen sich in Teams auf und gehen mit Hilfe von GPS-Daten auf Schatzsuche. Bei den angegebenen Geodaten gilt es, den nächsten Hinweis zu finden und Rätsel zu knacken, um weiterzukommen. Wer als Erster den Schatz findet, hat gewonnen.

Das bringt es: So ein Wettbewerb weckt den Ehrgeiz der Mitarbeiter, erklärt Bartz. Dabei können sich neue Strukturen bilden: Auch der Azubi kann sich einbringen, wenn er eine gute Idee für die Lösung eines Rätsels hat. Das macht Mut, auch später Initiative zu zeigen.

Das Richtige für:So eine Aktion ist nicht nur etwas für Nerds und Technikfreaks, sagt Bartz. Aber: Bei Regen macht es nur halb so viel Spaß, draußen stundenlang auf Schatzsuche unterwegs zu sein.

Klettern im Hochseilgarten

Die Idee: Im Hochseilgarten müssen Mitarbeiter in luftiger Höhe Hängebrücken und andere Hürden überwinden. Angst braucht keiner zu haben: Teilnehmer sind an Seilen gesichert. Ans Ziel kommt die Gruppe aber nur mit Körperbeherrschung und effektivem Krafteinsatz. Dabei ist eine Mischung aus Konzentration, Mut und Geschicklichkeit nötig.

Das bringt es:Die Teams lernen, Widerstände abzubauen und ihre eigenen Ängste zu kontrollieren, erklärt Schweizer. Das stärkt Teilnehmer für den Arbeitsalltag.

Das Richtige für: Für alle, die hoch hinaus wollen. Und für jene, die Indiana Jones mögen und auch mal den Abenteurer spielen möchten.

Kochen

Die Idee: Teamgeist geht durch den Magen - das ist die Idee beim gemeinsamen Kochen. Dabei bereiten Mitarbeiter ein mehrgängiges Menü zu und teilen sich die Aufgaben auf. Anschließend wird gegessen, was alle zusammen zubereitet haben.

Das bringt es: Der eine schneidet das Gemüse, während der Kollege den Kochlöffel schwingt - beim Kochen erfüllt jedes Teammitglied eine Aufgabe und trägt so dazu bei, dass am Ende ein Menu entsteht, erläutert Jochen Schweizer. Das fördere nicht nur den Teamgeist, sondern auch die Kommunikation untereinander.

Das Richtige für: eine Tagung oder die Weihnachtsfeier.

Seifenkistenrennen

Die Idee: Zuerst wird gehämmert und geschraubt: Aus Holz und anderen Materialien müssen Mitarbeiter Seifenkisten bauen. Dann startet das Rennen, bei einigen Anbietern sogar inklusive Stopp in einer Boxengasse mit Fahrer- und Reifenwechsel. Nicht nur Fahrkönnen zählt dabei - bei der Agentur Teamgeist zum Beispiel messen sich auch Konstruktions- und Designteams.

Das bringt es:Der Arbeitsalltag vieler Berufstätiger ist von der digitalen Welt geprägt, erklärt Jochen Schweizer. Da ist es eine willkommene Abwechslung, mal etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen. Wie gut das Zusammenspiel dabei lief, kann man anschließend beim Rennen gleich testen.

Das Richtige für:Frisch zusammengestellte Teams, die sich beim gemeinsamen Schaffen kennenlernen können.

Am Abgrund

Die Idee:Beim House Running spazieren Mitarbeiter - an Spezialgurten gesichert - Schritt für Schritt an der Fassade eines Hochhauses entlang in Richtung Erde. Noch krasser: Base Flying. Hier fliegen Teilnehmer, angeseilt an eine Spezialkonstruktion, vom Dach eines Hauses und werden erst in letzter Sekunde automatisch abgebremst.

Das bringt es: Teams lernen laut Jochen Schweizer, die eigenen Grenzen zu überwinden und Willensstärke zu beweisen. Das stählt auch für den Büroalltag.

Das Richtige für:Gut als Rahmenprogramm bei Tagungen, um das Team etwas aufzulockern, findet Schweizer. Schwindelfreie gehen die Sache wahrscheinlich lockerer an.
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