Temperaturen bis zu 6 Grad über dem bisherigen Schnitt
Arktische Eisfläche so klein wie nie

Boulder. Das Eis in der Arktis wächst und schrumpft mit den Jahreszeiten, aber ein Trend ist klar: Insgesamt wird es weniger. Die maximale Ausdehnung für dieses Jahr war die kleinste je gemessene seit Beginn der Aufzeichnungen. Damit unterbot die Maximalausdehnung sogar den bisherigen Negativrekord von 2015, wie das Nationale Schnee- und Eisdatenzentrum der USA (NSIDC) in Boulder am Montag mitteilte.

Am Tag der größten Ausdehnung, dem 24. März, bedeckte das Eis im Nordpolarmeer nur 14,52 Millionen Quadratkilometer. "Ich habe noch nie einen solch warmen, verrückten Winter in der Arktis gesehen", sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. Seit 37 Jahren wird die Fläche mit Satelliten vermessen - die 13 kleinsten Werte stammen aus den letzten 13 Jahren.

Der Arktische Ozean ist mit gefrorenem Meerwasser bedeckt, das im Herbst und Winter wächst und seine größte Ausdehnung Mitte März erreicht. Danach schmilzt es bis Mitte September - auch diese Minimalausdehnung erzielt Negativrekorde. Die Lufttemperatur lag in den Wintermonaten 2 bis 6 Grad über dem Schnitt. Forschern zufolge schrumpft das Eis seit Jahrzehnten, was zur globalen Erwärmung beitragen könnte.
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