Terrorismus und Habgier: "Bastille Day" hält Gesellschaft den Spiegel vor
Bombenanschlag: Aus Fiktion wird Realität

Michael Mason (Richard Madden), ein genialer Trickbetrüger, findet sich inmitten des Terrors in Paris wieder. Bild: StudioCanal/dpa

London. In diesem Jahr klingt das Szenario allzu realistisch: Eine Bombe geht im Herzen von Paris hoch. Das weckt Erinnerungen an Terroranschläge der vergangenen Wochen und Monate. Doch dann beginnen die Überraschungen. Der vermeintliche Täter? Wollte das nicht, er hat lediglich die falsche Tasche geklaut. Die Besitzerin der Tasche? Wollte das auch nicht, jedenfalls nicht so.

CIA-Agent Sean Briar (Idris Elba) setzt jedenfalls alles daran, Paris vor weiteren Bombenanschlägen zu schützen. Hilfe will er sich beim genialen Trickbetrüger Michael Mason (Richard Madden) holen. Nach diesem wird gefahndet, weil er mit der verhängnisvollen Tasche als letztes gesehen wurde. Der rücksichtslose Briar und der clevere Mason ergeben ein gutes Team: Sie entdecken, dass nicht Terroristen Frankreich bedrohen, sondern eine ganz andere Verschwörung. Und die hat ein ungewöhnliches Ziel.

"Echt und unmittelbar"


Die Geschichte und ihre Motive sind verzwickt - Terrorismus, Faschismus, Habgier. Die Action- und vor allem Kampfszenen wurden größtenteils von den Schauspielern selbst gespielt, wie Regisseur Watkins erzählt, es sollte sich "echt" und "unmittelbar" anfühlen. Aber wollen Kinogänger wirklich gespielten Terrorismus auf der Leinwand sehen, wenn Nachrichtensendungen fast täglich echten zeigen? "Man denkt, man geht in einen Film über Terrorismus in einer Großstadt, aber dann landet man in einem ganz anderem Genre." Das Drehbuch für den Film wurde vor vier Jahren geschrieben, gedreht wurde im Herbst 2014, also vor dem Anschlag auf die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar 2015. "Ein Film sollte die Gesellschaft zeigen, in der wir leben", findet Watkins.

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Regie: James Watkins - Mit: Idris Elba, Richard Madden, Charlotte Le Bon - Musik: Alex Heffes - 92 Minuten - frei ab 16 Jahren - Im Internet: www.studiocanal.de/kino/bastille_day
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