Tipps für Mütter mit Teilzeitstelle - Manche Frau hat das Gefühl, trotz reduzierter Stundenzahl ...
Früh Akzeptanz schaffen

(dpa/tmn) Kind und Beruf vereinbaren: Um das zu schaffen, setzen die meisten berufstätigen Mütter auf Teilzeit. Von 61 Prozent der Mütter, die 2013 aktiv erwerbstätig waren, arbeiteten 70 Prozent mit reduzierter Stundenanzahl. Das teilt das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März mit. Nicht selten entstehen mit dem Wechsel in Teilzeit Probleme. Berufscoach Uta Ossmann gibt vier Tipps:

Akzeptanz schaffen: Privates hat im Job nichts verloren? Das gilt für Mütter in Teilzeit nur bedingt. Um Konflikten am Arbeitsplatz vorzubeugen, sollten sie die Gründe für ihr Kürzertreten klar kommunizieren. Wissen Kollegen und Vorgesetzte, warum man nur in begrenztem Umfang arbeitet, können sie dies am ehesten akzeptieren, sagt Ossmann. Dazu gehört die eigene familiäre Situation - etwa, dass der Mann in Vollzeit tätig ist und die Frau Kinderbetreuung und Teilzeitstelle unter einen Hut bringen muss. Gut ist aber auch, wenn Kollegen private Termine kennen. Das kann etwa sein, dass man um 15.30 Uhr pünktlich gehen muss, weil um 16 Uhr die Kita schließt.

Einsatzbereitschaft signalisieren: Ist das Kind erst einmal da, sind viele Arbeitgeber unsicher, welche Rolle der Job im Leben der Frau noch spielt. Wer weiter gefördert werden möchte, sollte das beim Vorgesetzten immer wieder signalisieren, rät Ossmann. Egal, ob es um Weiterbildungen geht oder um neue Funktionen: Wichtig ist, frühzeitig deutlich zu machen, dass der Chef einen weiter berücksichtigen soll.

Überforderung vermeiden: Vor der Geburt ist für junge Eltern nur schwer abschätzbar, wie stark sie danach durch das Kind eingespannt sind. Viele machen nun den Fehler, den Aufwand zu unterschätzen und sich zu viel aufzuhalsen. In der Folge sind viele schnell überfordert und entmutigt. Ossmann empfiehlt für den Wiedereinstieg nach der Babypause 15 bis 20 Stunden pro Woche.

Klare Grenzen ziehen: Ein häufiges Problem bei Teilzeit: Frauen wird mehr Arbeit aufgehalst, als sie in der vertraglich vereinbarten Zeit schaffen können. Hier hilft es nur, klar Grenzen zu ziehen und Mehrarbeit notfalls abzulehnen. "Die Arbeitszeiten sollte man einhalten", so Ossmann. Ausnahmen werden sonst schnell zur Gewohnheit.
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