Tipps zum richtigen Sonnenbaden
Wohldosierter Genuss

Deutschland zählt zwar nicht zu den sonnenreichsten Ländern, aber die Urlaubsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Früher konnte sich die Haut in den Wintermonaten vom "Stress" des Sommers erholen. Heute verreist man mehrmals pro Jahr und kann sich in wenigen Flugstunden in die Wärme retten, während sich die Sonne bei uns gerade rar macht. Skiurlaub oder die Eingewöhnung im Solarium für den heiß ersehnten Sonnenurlaub sorgen dafür, dass man rund ums Jahr auch mit intensiverer UV-Strahlung versorgt wird.

Fehlverhalten und Überdosierungen von UV-Licht können zu akuten Problemen wie Sonnenbrand und Fotosensibilisierung bis hin zu chronischen Lichtschäden wie vorzeitige Hautalterung durch freie Radikale, Fehlpigmentierung, senile Keratosen oder sogar Hautkrebs führen.

Sonnenbad ja - aber richtig. Hier einige Tips. Maßvoll dosieren,richtig schützen: Ungeschützt sollte sich niemand ein Sonnenbad gestatten. Jeder muss seinen persönlichen Lichttyp (Pigmentierungstypen I-IV) akzeptieren und den Schutz darauf abstimmen

Unterschiede beachten: Die Jahreszeit und der geographische Standort sind entscheidend bei den tatsächlich auftreffenden Anteilen von UV-A und UV-B. Die Flächen von weißem Sand, Schnee oder Eis spiegeln UV- Strahlen zu 20 Prozent (Wasser reflektiert 5 Prozent, Gras nur 3 Prozent). Pro 1000 Höhenmeter (Wandern) erhöht sich die UV-B Einstrahlung um 5 Prozent. Beim Schwimmen kommen in 50 Zentimeter Wassertiefe immer noch 60 Prozent des UV- Lichtes an.

Langsame Gewöhnung: Nach der lichtarmen Zeit sind die hauteigenen Schutzmechanismen Lichtschwiele, Repairmechanismus der Zellen und Bräunung nicht sofort verfügbar. Es empfiehlt sich zunächst der Aufenthalt im Halbschatten, die Einwirkzeit der Sonne sollten nur langsam gesteigert und genügend Pausen eingelegt werden.

Vorsicht vor der Mittagssonne: Im Sommer ist der Sonnenbrand verursachende UV- B Anteil der Sonne zwischen 11 und 15 Uhr am höchsten. In dieser Zeit sollten Sie die pralle Sonne meiden.

Sonnenterrassen schützen: Kopfhaut, Nase, Kinn, Schultern, Busen, Po, Kniekehlen und Fußrücken sind besonders lichtempfindlich. Sie müssen mit einem stärkeren Lichtschutzpräparat geschützt oder rechtzeitig bekleidet werden. Das gilt ebenso für jedes Muttermal.

Kopf- und Augenschutz: Besonders bei dünnen Haar und Haarausfall schützen Hüte, Mützen und Tücher aus leichten, hellen Gewebe die empfindliche Kopfhaut. Sonnenbrillen sollten nicht nur modisch groß sein, sondern tatsächlich UV-Strahlen filtern.

Hautverträgliche Lichtschutzpräparate: Wichtige Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln sind Breitbandfilter für UV-A und UV-B (z.B. Verbindungen der Zimtsäure, Aminobenzoesäure), Mikro-Reflektoren (z.B. Zinkoxid, Titandioxid) Vitamine A, C und E als Radikalfänger.

Feuchtigkeitsspender (z.B. NMF, Panthenol, Aloe Vera, Allantoin, Hyaluronsäure) gegen die Austrocknung.Sehr wichtig: Sonnenschutzpräparate sollten spätestens nach zwei Jahren verbraucht sein, danach ist kein ausreichender Schutz mehr gewährleistet (unbedingt Herstellungsdatum erfragen).

Fünfzig Sonnenbäder pro Jahr: Etwa eine Sonnenexposition pro Woche, Solarienbesuche inbegriffen, gilt als Obergrenze des Erlaubten. Mehr sollte keiner seinem Körper zumuten.

Wenn Sie nach dem Sonnenurlaub bei der Fachkosmetikerin eine professionelle Nachpflege in Anspruch nehmen, verzögert sich die lichtbedingte Fältchenbildung und die Bräune bleibt länger erhalten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.