Trauer um Hendrikje Fitz
"Keine Angst vor dem Tod"

Die Schauspieler der Serie "In aller Freundschaft", Dieter Bellmann, Hendrikje Fitz und Thomas Rühmann (von links), vor vier Jahren bei einem Empfang. Fitz ist ihrem Krebsleiden erlegen. Bild: dpa

Als Pia Heilmann war die Schauspielerin Hendrikje Fitz einem Millionen bekannt. Jetzt ist der Star der TV-Serie "In aller Freundschaft" gestorben. Sie wurde nur 54 Jahre alt.

Leipzig. Im November 2015 meldete sich die Schauspielerin Hendrikje Fitz in ergreifender Offenheit zu Wort. "Es gibt Ereignisse im Leben, die kommen daher wie eine kleine Naturgewalt, wirbeln alles durcheinander, stellen alles auf den Kopf und plötzlich ist nichts mehr, wie es vorher war...", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. Im Sommer seien bei ihr, nach überstanden geglaubter Krebserkrankung, Metastasen im Hirn festgestellt worden. Trotzdem gab sich Fitz kämpferisch. Am Donnerstag starb der Serienstar im Alter von nur 54 Jahren an Krebs.

Fitz war vor allem durch ihre Rolle als Physiotherapeutin Pia Heilmann in der ARD-Klinikserie "In aller Freundschaft" bekannt. Jede Woche verfolgen nach Angaben des MDR im Schnitt sechs Millionen Zuschauer die Episoden aus der Sachsenklinik. Fitz war seit der ersten Folge "Willkommen in Leipzig" 1998 dabei.

MDR-Fernsehspielchefin Jana Brandt erklärte am Freitag: "Hendrikje Fitz hat gerne gesagt, dass ,In aller Freundschaft' ein Glücksfall für sie war. Das gilt auch umgekehrt." Fitz spielte an der Seite von Thomas Rühmann, der ihren Ehemann Roland Heilmann gab. "Ich bin einfach nur traurig", erklärte Rühmann. Er habe "eine gute Freundin verloren, eine wunderbare Kollegin, eine Komö-diantin auf der Bühne". Hendrikje Fitz wurde in Frankfurt geboren und lebte in Berlin. Nach Schauspiel-, Gesangs- und Tanzausbildung stand sie auf zahlreichen Theaterbühnen, unter anderem in Freiberg, Leipzig und Düsseldorf. Neben "In aller Freundschaft" hatte sie auch Fernsehrollen im "Tatort" oder bei "Neues vom Bülowbogen".

Platz in der Gesellschaft


Die 54-Jährige ist offen mit ihrer Krankheit umgegangen, postete Bilder von sich aus ihrem geliebten Italien - und bedankte sich herzlich bei ihren Fans für deren Anteilnahme und Unterstützung. "Ich finde - es ist höchste Zeit, dass auch dem Sterben ein adäquater Platz in unserer Gesellschaft eingeräumt wird." Die Angst vor einem qualvollen Ende hätten ihr ihre Ärzte genommen.
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