Trefferball oder Verdrängung?
Leserbrief

Mit dem "Aus" für die Pfreimder Painballanlage durch eine knappe Mehrheitseinscheidung des Stadtrates setzt sich eine Leserin auseinander:

"Vor einigen Jahrzehnten gab es ein Spiel, das hieß bei uns ,Trefferball'. Zwei Mannschaften, ein Ball, mit dem die Gegner abgeworfen wurden.

Bei einem Treffer riefen alle ,tooooot' und der Getroffene musste das Spiel verlassen. Gespielt haben das nahezu alle auf der Straße und sogar im Schulsport. Man könnte es von daher als Urform des Paintball bezeichnen.

Heute scheinen das vor allem die Gegner von Marco Böhmer verdrängt zu haben. Wenn jemand sich militarisieren will, tut er das mit scharfen Waffen und nicht mit Farbe. Haben wir schon einmal von einem Verbot von Schützenvereinen gehört, wo wirklich scharf geschossen wird? Oder von einem Amoklauf oder Todesfall mit Farbgewehren?

Für mich sieht das viel nach Heuchelei und Beschönigung oder Verdrängung der Vergangenheit aus. Wenn wir wollen, dass die Jugend in ein paar Jahren und Jahrzehnten für uns da ist, sollten wir ihr heute ein kleines bisschen Luft zum Atmen lassen.Den gleichen Spaß, den wir hatten, dürfen sie auch haben. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft, eine andere haben wir nicht."

Gaby Oberem, Wernberg-Köblitz

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.