Unbeteiligter stirbt bei Unfall
Tödliches Rennen in der Stadt

Die gesperrte Tauentzienstraße in Berlin nach einem illegalen Autorennen. Dabei ist ein Fahrer ums Leben gekommen. Drei weitere Autoinsassen wurden schwer verletzt. Bild: dpa

Berlin. Bei einem illegalen Autorennen nahe dem Berliner Kurfürstendamm ist ein 69 Jahre alter unbeteiligter Autofahrer getötet worden. Die beiden jungen Fahrer der zwei rasenden Sportwagen und eine Beifahrerin wurden in der Nacht zu Montag schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der 26-Jährige und der 24-Jährige überfuhren nach Beobachtungen von Zeugen auch mehrere rote Ampeln. In der Tauentzienstraße kurz vor dem Kaufhaus KaDeWe stieß mindestens einer der Sportwagen mit einem Geländewagen zusammen. Dessen 69 Jahre alter Fahrer starb am Unfallort.

Der Zusammenstoß, der sich gegen 0.50 Uhr ereignete, war so heftig, dass Trümmer über die ganze Kreuzung verteilt wurden. Radio-Reporter berichteten, es habe ausgesehen, als ob die Autos explodiert seien. Die Raser sollen Berichten zufolge mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein. Der Geländewagen wurde durch den Aufprall über die Straße geschleudert und kam auf der Seite liegend zum Stehen. Ein weißer Sportwagen blieb stark beschädigt daneben stehen.

Fahrer schwer verletzt


Der zweite Fahrer konnte laut Medienberichten wohl ausweichen, sein ebenfalls weißer Wagen geriet aber ins Schleudern, knallte gegen eine Begrenzung, wurde durch die Luft geschleudert und landete auf einem Fußgängerweg zwischen den Fahrbahnen. Die jungen Fahrer und die Mitfahrerin wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zeitungen berichteten, die Polizei bewache die Männer. Die Tauentzienstraße war stundenlang gesperrt. Am Morgen lagen noch Überbleibsel des Unfalls auf der Fahrbahn - darunter Trümmerteile der Autos, ein Schuh und ein Buch. Busse wurden umgeleitet. Experten der Polizei begannen mit der Untersuchung des Ablaufs. Am Kudamm und am Tauentzien gibt es immer wieder verbotene Autorennen, vor allem am späten Abend oder nachts, wenn die Straßen leer sind.

Ein Problem sind diese Rennen aber in vielen Städten und ländlichen Gebieten Deutschlands, auch in Ballungsräumen in Westdeutschland.
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