"Unfreundlicher Akt" in Pilsen

Zum Bericht "Pilsen gelobt Besserung beim Besucher-Service":

Befremdet hat mich in dem Artikel, dass die Interviewer die Frage vermieden haben, warum an keinem Info-Stand in Pilsen in der Innenstadt Broschüren in deutscher Sprache zu bekommen sind. So jedenfalls haben wir es erlebt, als wir Pilsen am Karfreitag besuchten.

Auf deutsche Infos stießen wir nur in der Kathedrale, als wir den Gottesdienst besuchten, und in der Synagoge. Englisches Info-Material ist zwar eine Selbstverständlichkeit, und als ehemaliger Englischlehrer bin ich natürlich dieser Sprache mächtig. Aber dass die Sprache des unmittelbaren Nachbarlandes völlig ausgeblendet wird, empfinde zumindest ich als einen unfreundlichen Akt.

Er scheint zu beweisen - ebenso wie die gelegentlichen ausfälligen Bemerkungen des Staatspräsidenten - dass die von unserer früheren stellvertretenden Bundestagpräsidentin Antje Vollmer damals so vehement durchgefochtene deutsch-tschechische Versöhnungserklärung von 1995 in Tschechien keine Früchte getragen hat.

Roland Gröger 92660 Neustadt a.d. Waldnaab

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.