Ungklück am Nord-Ostsee-Kanal
Schwebefähre prallt gegen Frachter

Die Rendsburger Schwebefähre hängt beschädigt über dem Nord-Ostsee-Kanal - am linken unteren Rand sind Trümmerteile zu sehen. Ein Frachter war aus bislang ungeklärter Ursache mit ihr zusammengeprallt. Zwei Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Bild: dpa

Rendsburg. Dieses Unglück hätte noch viel schlimmer ausgehen können: Die Schwebefähre bei Rendsburg, die an einer Eisenbahnbrücke hängend den Nord-Ostsee-Kanal überquert, ist am Freitagmorgen mit einem Frachter zusammengestoßen. Dabei wurde der Fährführer schwer verletzt, wie die Polizei berichtete. Der einzige Passagier, ein Polizist nach Dienstschluss auf dem Heimweg, kam bei dem Zusammenstoß im Morgendunkel mit leichten Verletzungen davon - er trug einen schützenden Fahrradhelm.

Der Kanal und die für den Nord-Süd-Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark wichtige Eisenbahnbrücke wurden für die Rettungs- und Bergungsarbeiten mehrere Stunden lang gesperrt. Warum das unter deutscher Flagge fahrende Schiff gegen 6.40 Uhr mit der Schwebefähre, die an Stahlseilen an der Eisenbahnhochbrücke hängt, zusammenprallte, blieb unklar.

Hätte sich die Kollision später ereignet, wären die Folgen wohl weit schlimmer gewesen: Dann hätte die Fähre wahrscheinlich auch Schulkinder und Autos befördert. "Eine Stunde später hätten wir möglicherweise eine größere Zahl an Geschädigten gehabt", sagte ein Polizeisprecher.
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