Urteil zu „Like“-Button auf Facebook
Dem Gericht „gefällt es nicht“

Düsseldorf. Facebook bekommt auch auf Webseiten anderer Anbieter Daten über den "Like"-Button. Verbraucherschützer nehmen Unternehmen in die Pflicht, die den Button auf ihrer Homepage integrieren. In einer Klage wegen des "Gefällt mir"-Knopfes hat das Landgericht Düsseldorf der Verbraucherzentrale NRW weitgehend zugestimmt.

Diese hatte gegen den Bekleidungshändler Peek & Cloppenburg Klage eingereicht, weil über das Plugin Daten über das Surfverhalten des Kundens schon beim einfachen Aufrufen einer Seite an Facebook weitergeleitet werden. Unternehmen müssten den Seitenbesucher über die Weitergabe von Daten aufklären, erklärte das Gericht am Mittwoch und unterstützte damit die Ansicht der Verbraucherschützer.

Unternehmen gefordert


Die Integration des "Like"-Buttons verletze Datenschutzvorschriften, weil dadurch unter anderem die IP-Adresse des Nutzers ohne ausdrückliche Zustimmung weitergeleitet werde, hieß es in der Begründung des Urteils. "Keiner weiß, was Facebook mit den Daten macht", sagte Rechtsanwältin Sabine Petri von der Verbraucherzentrale. Unternehmen könnten sich nicht einfach aus der Verantwortung ziehen.

Bei Peek & Cloppenburg ging es um die Website Fashion ID (Az. 12O 151/15). Mittlerweile muss der Nutzer dort Social-Media-Dienste explizit aktivieren und stimmt damit zu, "dass Daten an die Betreiber der sozialen Netzwerke übertragen werden". Die Verbraucherzentrale NRW hatte sechs Firmen abgemahnt.
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