Vergleich mit Hitler geht entschieden zu weit

Zum Bericht "Merkel und Schäuble am Pranger":

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wurde vor wenigen Monaten gewählt, weil er seinem Volk versprochen hat, ohne einschneidende Reformen Griechenland aus der Finanznot zu führen. Allein Deutschlands etwa 82 Millionen Einwohner belasten bis jetzt 89 Milliarden Euro Finanzhilfen für Griechenland. Das sind pro Kopf gerechnet über 1000 Euro. Anders gesehen, begünstigt dies jeden der etwa 10 Millionen Griechen mit durchschnittlich fast 9000 Euro.

Wer würde einem Bettler des öfteren Banknoten geben, wissentlich, dass dieser das Geld ausnahmslos in Rauschmittel umsetzt? Anderes Beispiel: Wer würde seinem hochverschuldeten Kind 500 Euro zukommen lassen, obwohl dieses bereits angekündigt hat, das Geld wieder zu verdummen?

Wir kennen die Bilder, wo griechische Bürger verzweifelt versuchen, am Geldautomaten das Tageslimit von 60 Euro abzuheben; oft vergeblich. Wir kennen aber keine Berichte von griechischen Einwohnern, die sich an den europäischen Krediten bereichert haben und weltweit Konten führen, nur nicht in ihrem eigenen Heimatland.

Was ist so schlimm daran, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble keine weiteren Hilfszahlungen tätigen wollen, so lange in den Köpfen der Griechen kein Spar-Gedanke statt findet? Müssen sie sich deswegen, wie geschehen, als Terroristen beschimpfen lassen und mit dem Nationalsozialismus oder mit Hitler in Verbindung bringen lassen? Das geht entschieden zu weit!

Michael Pesold, 92224 Amberg
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