Vom Wasser zum Bier

Wenn Dieter Moser Bier herstellt, ist er alleine am Brautag mehrere Stunden mit seinem Hobby beschäftigt. Er füllt zunächst Wasser für 50 Liter Bier in das Sudwerk und bricht mit einer Schrotmühle zwischen 12 und 15 Kilo Gerstenmalz auf.

Danach beginnt der eigentliche Brauprozess: Das Wasser wird erwärmt und löst 90 Minuten lang den verwertbaren Zucker aus dem Malz. "Damit wird die Würze erzeugt", weiß der 47-Jährige. Das Malz wird nochmals gespült, um alle verwertbaren Stoffe zu gewinnen, die dann in die bereits vorhandene Würze kommen.

Der ebenfalls eineinhalbstündige Prozess des Hopfenkochens schließt sich an. Die auf 100 Grad hochgekochte Würze reichert Moser mit Hopfen an - je nach gewünschter Gerstensaft-Sorte in verschiedenen Dosen. "Das macht das Bier so, wie man's letztendlich haben will." Der Hopfen wird nach diesem Schritt entfernt, das bisherige Gemisch von 90 auf 20 Grad heruntergekühlt und in ein Gärfass gekippt.

Mit Hefe angereichert, sind bei der Hauptgärung nun vier bis sieben Tage Ruhe angesagt - je nach Hefeart bei unterschiedlichen Temperaturen. Danach wird das Bier in Fässer oder Flaschen abgefüllt und muss weitere drei Wochen reifen. (puh)
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