Wagen stößt bei Verfolgungsfahrt gegen Lkw
Tod auf der Flucht

Trümmer und ein Autowrack auf einem Parkplatz bei Filderstadt (Baden-Württemberg). Bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei sind drei Menschen getötet worden. Bild: dpa

Ein Auto rast nachts über die Autobahn in eine Geschwindigkeitskontrolle. Statt anzuhalten, flieht der Fahrer. Am Ende sind zwei Männer und eine Frau tot. War Drogenkriminalität Grund für die wilde Flucht?

Filderstadt. Bei einem Unfall auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle sind zwei Männer und eine Frau in der Nähe von Stuttgart ums Leben gekommen. Sie gerieten am frühen Dienstagmorgen in eine Geschwindigkeitsmessung. Dann rasten sie den Polizisten mit mehr als 180 Stundenkilometern davon, bevor sie in zwei Lastwagen krachten und dabei getötet wurden. Hintergrund des Unfalls könnte Drogenkriminalität sein. Zwei der drei Insassen wurden am Dienstag identifiziert. Sie sind der Polizei wegen Rauschgiftdelikten bekannt. Die Identität des Fahrers war noch unklar.

Während der Flucht fuhr der Mietwagen des Trios auf der Bundesstraße 27 bei Filderstadt in eine Haltebucht. Wie die Polizei mitteilte, streifte das Auto eine Leitplanke und überschlug sich. Dann prallte es gegen zwei geparkte Lastwagen. Der Fahrer wurde auf die Straße geschleudert und tödlich verletzt. Auch die 23-jährige Beifahrerin und ein hinten sitzender 26 Jahre alter Mann - beide aus dem Raum Villingen-Schwenningen - starben noch am Unfallort. Der Streifenwagen hatte das Auto schon auf der Autobahn 8 in Richtung München verfolgt, als der Fahrer gegen 2 Uhr das Stoppsignal bei der Kontrolle ignoriert hatte. "Das Fahrzeug war mit einer Geschwindigkeit von 182 km/h anstatt der erlaubten 120 km/h gemessen worden", hieß es von der Polizei. Als die Beamten dem Fahrer Haltezeichen gegeben hätten, habe dieser sofort aufs Gaspedal gedrückt.

Wegen der hohen Geschwindigkeit des Mietwagens seien die Beamten Hunderte Meter zurückgefallen, sagte ein Sprecher der Polizei Ludwigsburg. Das Auto bog auf die Bundesstraße 27 ab, ohne dass die Verkehrspolizisten es einholen konnten. "Die Beamten haben den Unfall nicht beobachtet", sagte der Sprecher. Sie seien aber als erste vor Ort gewesen. Der Wagen wurde bei dem Aufprall zerstört. Es entstand ein Schaden von rund 100 000 Euro.
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