Warum gibt's am Nabburger-Tor-Kreisel keine Radfahrstreifen?

Zum Verkehrsausschuss:

Entschieden zu widersprechen ist der Behauptung, Radfahrer müssten bei Querung einer Straße über einen Fußgängerübergang automatisch immer absteigen.

Dies ist rechtlich falsch, Herr Stefan Luttenberger vom ACE und Herr Ruppert Natter von der CSU. Bereits vor etwa zwei Jahren haben Sie sich über die AZ so geäußert und ich habe per Leserbrief widersprochen. Die rechtlichen Regelungen der StVO besagen, dass an diesen Fußgängerüberwegen nur der Fußgänger Vorrang hat. Daraus ergibt sich, dass der Radfahrer kein Vorrecht hat. Wenn also nun Autos auf der Straße unterwegs sind, muss eben der Radfahrer absteigen, wenn er ein Vorrecht haben will. Wenn er dieses Vorrecht nicht haben will, muss er solange warten, bis die Straße sicher frei ist. Von einer Pflicht, immer abzusteigen ist im Gesetzestext nirgends die Rede. Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis.

Und man kann schon auch mal die Frage stellen, warum am Nabburger-Tor-Kreisel keine Radfahrstreifen nach StVO eingerichtet werden, wie bei anderen Kreisverkehren in Amberg? Dann hätten die Radfahrer Vorfahrt. Stattdessen wird mit belehrendem Zeigefinger auf die bösen Radfahrer gezeigt, die sich danebenbenehmen.

Karl Wellnhofer, Amberg
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