WDR will gegen russischen TV-Sender vorgehen
Eklat bei Interview mit Hajo Seppelt

Hajo Seppelt. Archivbild: dpa

Berlin/Moskau. Nach einem Streit zwischen dem Dopingexperten Hajo Seppelt und einer russischen Journalistin prüft der Westdeutsche Rundfunk (WDR) juristische Schritte gegen den TV-Sender Rossija. "Das Interview mit Hajo Seppelt, das im russischen Fernsehsender RossijaTV gezeigt wurde, ist weder von ihm noch vom WDR freigegeben worden", teilte eine WDR-Sprecherin mit.

Der staatliche Kanal hatte am Donnerstag einen Beitrag über den WDR-Journalisten Seppelt gezeigt, in dem ihn Reporterin Olga Skabajewa in einem Hotel in Köln interviewt. Das Treffen endete mit einem heftigen Streit. Seppelt sprach hinterher von einem "perfiden Versuch", ihn zu diskreditieren. "Ich habe zu spät begriffen, dass es ein Versuch der russischen Reporter war, einen Zwischenfall zu provozieren", meinte Seppelt auf Twitter. Er werde seine Aufklärungsarbeit fortsetzen.

Seppelt schilderte gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), er habe vom Drehteam verlangt, das Hotelappartement zu verlassen. Es habe aber weiter gefilmt, bis er die Polizei gerufen habe. In den Streit schaltete sich demonstrativ das russische Außenministerium ein. Der Umgang mit der russischen Journalistin sei schockierend, meinte Behördensprecherin Maria Sacharowa.
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