Weidenberger Brezenwochen interessiert Filmemacher
Ursprünge im Mittelalter

Weidenberg. (op) Am Faschingsdienstag gehen die Weidenberger Brezenwochen für dieses Jahr zu Ende. Erstmals in ihrer jahrhundertealten Geschichte schafften es die Schlemmerwochen sogar ins Bayerische Fernsehen.

So drehte der niederbayerische Autor und "Haferlgucker" Paul Enghofer (56) aus Pfarrkirchen, der schon seit 35 Jahren für den Münchner Sender Land und Leute portraitiert und vor allem durch seine Kochgeschichten und Reportagen aus dem Alltag der einfachen Menschen vielen Zuschauern bekannt ist, gleich an zwei Tagen eine Dokumentation über diese Traditionsveranstaltung, zu der in der Vorfastenzeiten viele Gäste aus der ganzen Region in den Marktflecken kommen. Gefilmt wurde in der Bäckerei Wolf, die als einzige im Ort noch die echten Weidenberger Anisbrezen nach einem überlieferten Rezept herstellt, und im Gasthof von Werner Kolb.

Beratend zur Seite stand den Fernsehleuten Otto Pilz vom Historischen Zirkel. Der Ortschronist erläuterte dem Team die Ursprünge dieser Schmankerlwochen, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Im Beitrag selbst kommt er jedoch nicht zu Wort. Vor 120 Jahren habe es im Ober- und Untermarkt noch 18 Gast- und Bierwirtschaften sowie elf Bäckereien gegeben, die sich an der Traditionsveranstaltung beteiligten.

Heute, so Pilz, seien es nur noch 13 Gasthäuser im gesamten Gemeindegebiet, die zwischen Epiphanias und Aschermittwoch zur Brezenwoche einladen, wobei die Zahl der beteiligten Wirte aus dem Zentralort inzwischen auf fünf geschrumpft sei.

Wer den Fernsehbeitrag verpasst hat, kann ihn auf http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/s... html noch einmal ansehen.
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